CFD ohne Nachschusspflicht

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CFD Handel mit und ohne Nachschusspflicht

Neben hohen Erträgen kann der CFD Handel auch mit hohen Verlusten einhergehen. Das Risiko, mehr Geld zu verlieren, als überhaupt eingezahlt wurde, ist der Nachschusspflicht geschuldet. Diese besagt, dass der Kreditnehmer, also der Anleger über seine Einlagen hinaus Kapital nachschießen muss, sofern eine Position unter den Depotwert fällt oder Verluste auftreten.

Insbesondere für den CFD Broker ist der Einsatz einer Nachschusspflicht von großer Bedeutung. Immerhin schützt ihn diese davor, Geld zu verlieren und in die Insolvenz zu rutschen. Für den Anleger hingegen stellt die Nachschusspflicht ein Risiko dar, da gegebenenfalls höhere Kosten auftreten als überhaupt Kapital vorhanden ist. Im schlechtesten Fall bedeutet dies für den Anleger eine hohe Verschuldung.

Gibt es CFD Broker ohne Nachschusspflicht?

In der Theorie wäre dies durchaus möglich und die Diskussionen über die Nachschusspflicht reißen nicht ab. Dennoch sind kaum CFD Broker bekannt, die in jedem Fall auf die Nachschusspflicht verzichten. Im Zweifelsfall ist der Kunde immer in der Pflicht und muss die Verluste auffangen um beispielsweise einer Klage durch den Broker zu entgehen.

In der Regel haben die CFD Broker die Nachschusspflicht in ihren AGB verankert und weisen nicht mehr explizit daraufhin. Der Nutzer ist hingegen verpflichtet, die Geschäftsbedingungen aufmerksam zu lesen – diese werden mit der Anmeldung zudem bestätigt.

Risiken durch Nachschusspflicht

Für den Trader bedeutet die Nachschusspflicht in der Regel ein deutlich höheres Risiko. Zwar können beim CFD Handel hohe Erträge durch Kursschwankungen erwirtschaftet werden, andererseits muss bei Verlusten durch Kursveränderungen auch dieser berücksichtigt und eventuell ausgeglichen werden. Fällt eine Position also in einen negativen Bereich so muss dieses vom Kunden korrigiert werden. Im schlimmsten Fall ist hierfür der Einsatz von Privatvermögen außerhalb der Einlage von Nöten.

Aus diesem Grund sollte der CFD Handel immer unter einer Risiko-Abwägung durchgeführt werden. Zudem empfiehlt sich eine genaue Analyse des Marktes und eine Kenntnis über die dortigen Abläufe.

Hinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. Zwischen 74% und 89% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

CFD ohne Nachschusspflicht

von jurij · Veröffentlicht April 24, 2020 · Aktualisiert Dezember 24, 2020

Ist von Risiken beim CFD Handel die Rede, fällt früher oder später das Wort „Nachschusspflicht“. Bei der Nachschusspflicht handelt es sich um eine nicht zu unterschätzende Gefahr, die schon für einige Trader zum finanziellen Albtraum wurde. Noch vor wenigen Jahren konnte man auf den Kosten sitzen bleiben. In diesem Beitrag zeigen wir, warum die Lage in Deutschland zurzeit ungefährlich ist, was die Nachschusspflicht überhaupt ist und welche Risiken dich sonst noch bei CFDs erwarten.

Was ist die „Nachschusspflicht“ überhaupt?

Um die Nachschusspflicht zu verstehen, müssen wir uns zuerst mit dem Grundprinzip von CFDs auseinandersetzen.

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Bei CFDs sind große Hebel im Spiel. Das bedeutet, dass man zwar mit wenig Einsatz sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann.

Hat man ein Tradingkonto mit Nachschusspflicht, so hat der Broker die Erlaubnis, Nachzahlungen vom Trader zu fordern, wenn sein Konto ins Minus fällt. Durch die Hebel können sehr hohe Nachzahlungen in kurzer Zeit fällig werden. In wirtschaftlich sehr bewegten Zeiten (beispielsweise während Finanzkrisen) kann es dann schon vorkommen, dass drei- oder vierstellige Beträge fällig werden.

Ein Broker mit aktiver Nachschusspflicht muss auf der Startseite auf jeden Fall bekanntgeben, dass es diese Pflicht gibt. Ohne entsprechende Vorwarnungen sollte man sich auf jeden Fall beschweren und auch nicht zahlen, wenn es zur Forderung kommt.

Warum ist die Nachschusspflicht so gefährlich?

Die Nachschusspflicht bringt gleich mehrere gefährliche Aspekte mit sich.

Der gefährlichste Punkt ist aber zweifellos die Tatsache, dass die Nachschussforderungen das eigene Vermögen sogar übersteigen können! Theoretisch gibt es dabei kein Limit.

Es gibt also nicht nur ein Risiko für das Geld, welches sich auf dem Tradingkonto befindet, sondern auch für das gesamte Privatvermögen.

Außerdem kann es sehr schnell zu dieser Forderung kommen. Es muss nur ein Kurs unerwartet etwas schneller in die ungewünschte Richtung laufen und schon kommt es zu dieser Zwangsmaßnahme.

Diese Situation führte zu vielen verärgerten Nutzern und vielen Beschwerden beim Verbraucherschutz. Dass hier etwas geändert werden muss, fiel letztendlich auch der Finanzaufsichtsbehörde BaFin auf.

Die Lage in Deutschland: Heute

Da es sich bei Onlinehändlern vor allem um Privatpersonen handelt, sah die BaFin die Nachschusspflicht schon seit einiger Zeit sehr skeptisch.

Im Jahr 2020 kam man dann endlich zu dem Schluss, dass die CFD Nachschusspflicht ein unkalkulierbares und zu gefährliches Risiko für Privathändler darstellt. Es kann nicht sein, dass man sich mit wenigen Klicks selber in den finanziellen Ruin begibt.

Daher wurden im Jahr 2020 alle CFD Anbieter dazu aufgerufen, ihre Nachschusspflicht zu stoppen – was sie auch getan haben.

Heute haben alle großen CFD Anbieter, die in Deutschland tätig sein wollen, keine Nachschusspflicht mehr.

Für Interessenten und private Trader heißt das, dass ein großer Risikofaktor weggefallen ist. Jetzt kann man sorglos handeln und muss sich keine Gedanken darüber machen, mit einpaar Trades das ganze Vermögen zu verspielen – Selbstkontrolle und Disziplin bleiben aber trotzdem wichtig.

Welche Risiken gibt es bei CFDs noch?

Wie bei allen Trading-Arten, die es online gibt, sollte man auch bei CFDs besondere Vorsicht walten lassen.

Obwohl die Nachschusspflicht jetzt Geschichte ist, sollte man die eigenen Finanzen trotzdem immer im Blick behalten. Schließlich nützt das Verbot der Nachschusspflicht nichts, wenn man dann trotzdem selber andauernd neues Geld auf das Konto pumpt. Mit gutem Risiko- und Geldmanagement kann man dem entgegnen.

Ein weiteres Risiko ist das Suchtpotential. Wenn man zu den Leuten gehört, die für Sucht anfällig sind, empfiehlt es sich, dass man sich strikte Tradingzeiten setzt. Außerhalb dieser Zeiten gilt ein Tradingverbot.

Last but not least: Die Hebelwirkung. Einerseits kann sie dabei helfen, satte Gewinne einzustecken. Andererseits kann man durch sie in Nullkommanichts viel Geld verlieren.

Broker ohne Nachschusspflicht – Erklärung und Definition zur Nachschusspflicht mit Brokern im Test!

20 Prozent fiel der Euro gegenüber dem Schweizer Franken, als die Schweizer Notenbank Anfang 2020 die Bindung an die europäische Gemeinschaftswährung aufgab. Ein Desaster für Trader, die auf einen gegenüber dem Franken steigenden Euro gesetzt hatten. Viele mussten mehrere Tausend Euro nachschießen, weil die übliche Absicherung nicht funktionierte. Wer Verluste von mehr als 100 Prozent vermeiden will, dem stehen mittlerweile aber mehrere Broker zur Verfügung, die auf eine Nachschusspflicht verzichten.

Nachschusspflicht in Kürze

  • Bei CFD und Forex wird nur ein Teil eingezahlt (Hebel)
  • Nachschusspflicht bei höheren Verlusten
  • Einige Broker verzichten auf Nachschuss
  • Oft niedrigerer Hebel

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Nachschusspflicht am Beispiel des Franken-Anstiegs

Gut kann man das Problem der Nachschusspflicht am Beispiel der oben zitierten Franken-Aufwertung erklären. Zunächst hatte die Schweizer Notenbank verkündet, sie lasse ein Absinken des Euro unter 1,20 Franken nicht zu. Entsprechend spekulierten viele Trader bei 1,20 Euro gegen den Franken in der Annahme, dass dessen Wert ja nicht mehr weiter steigen kann, weil die Schweizer Notenbank vorher interveniert.

Als die Schweizer Notenbank den Kurs dann überraschend freigab, gab es kein Halten mehr. Der Franken wertete auf, der Kurs des Euro stürzte ab, zeitweise unter 1,00 Franken. Auch wer sich mit einem Stop-Loss-Kurs scheinbar abgesichert hatte, hatte keine Chance. Denn weil niemand kaufen wolle, konnten die Aufträge nicht ausgeführt werden – oder erst, als es bereits zu spät war.

Als Folge verloren einige Forex-Trader ein Vielfaches ihrer Einlage. Wer beispielsweise 1.000 Euro gegen den Franken investiert hatte, der hatte bei einem Hebel von 200 eigentlich 200.000 Euro in das Währungspaar EUR/CHF gesteckt. Deshalb wird die Einzahlung beim Forex-Handel als Sicherheitsleistung oder Margin bezeichnet, sie ist eben nicht der Kaufpreis, sondern nur ein Teil davon, der zumindest Verluste im üblichen Rahmen absichern soll.

Entsprechend machte ein Trader bei einem Kursminus von 20 Prozent 40.000 Euro Verlust und musste 39.000 nachzahlen. Die Verwerfungen waren so heftig, dass nicht nur einige Trader Privatinsolvenz anmelden mussten, sondern auch der Broker Alpari und in der Folge sogar das Deutsche Anlegerfernsehen, das mit Alpari seinen größten Kunden verlor.

Wie realistisch ist ein weiteres Ereignis dieser Art?

Bei CFDs gibt es das gleiche Problem, auch hier wird mit einem Hebel gehandelt. Nun war die Kopplung des Euro an den Franken sicher eine besondere Situation, doch ist eine Wiederholung wirklich so unwahrscheinlich?

Auch beim großen Börsenkrach im Jahr 1987 wurde der Handel teilweise ausgesetzt, weil es keine Käufer mehr gab. Noch realistischer sind große Kursverluste bei Aktien-CFDs. Meldet eine Firma Insolvenz an, beträgt der Kursverlust mitunter sogar 100 Prozent. Wer 1.000 Euro investiert hat, steht bei einem Hebel von 100 auf einmal vor einem Verlust von 100.000 Euro.

Den größten Tagesverlust musste der Dow Jones 1914 verkraften. 1929 war dagegen vor allem die Kette von verlustreichen Tagen fatal. Der Abwärtstrend begann mit dem schwarzen Donnerstag am 24. Oktober, setzt sich am Freitag fort und erreicht am Montag und Dienstag seinen Höhepunkt. Bis 1933 sank der Dow Jones auf rund ein Viertel. Auffällig ist auch die lange, relativ ruhige Zeit von 1933 bis 1987. Quelle: Djindexes.com, zitiert nach Statista

Es müssen auch nicht immer gleich 20 Prozent Minus sein. Wer mit einem Hebel von 200 handelt, der hat bereits bei einem Kursverlust von 1,0 Prozent das Doppelte seiner Einlage verloren.

Broker ohne Nachschusspflicht

Auf der sicheren Seite ist, wer einen Broker ohne Nachschusspflicht wählt. Das bedeutet zunächst, dass Positionen automatisch aufgelöst werden, wenn die Sicherheitsleistung aufgebraucht ist. Entstehen trotzdem Verluste, beispielsweise weil sich keine Käufer finden, muss der Broker die Verluste tragen.

Die Vorteile eines Verzichts auf die Nachschusspflicht liegen für den Trader klar auf der Hand, ihm drohen keine bösen Überraschungen. Wer mit 2.000 Euro „übrigem“ Geld spekuliert muss nicht damit rechnen, dass plötzlich sein Haus zwangsversteigert wird.

Allerdings gibt es auch Nachteile. So liegt die Sicherheitsleistung bei Brokern ohne Nachschusspflicht oft höher und das Angebot ist deutlich kleiner. Außerdem kann der verpflichtend gesetzte Stop-Loss-Kurs dazu führen, dass eine Position geschlossen wird, bevor sie wieder in die Gewinnzone zurückkehrt.

Diese Broker verzichten auf eine Nachschusspflicht

Vor allem etablierte deutsche Broker bieten Angebote ohne Nachschusspflicht, beispielsweise comdirect oder die Consorsbank. Daneben gibt es mittlerweile aber auch die ersten spezialisierten Forex-Broker, die keinen Ausgleich eines negativen Saldos fordern.

flatex:

Der Broker flatex, der sich viele Jahre auf den reinen Wertpapierhandel konzentrierte, bietet seit ein paar Jahren auch den Handel mit CFD an. Der Vorteil am Handelskonto von flatex ist der, dass der CFD Handel und der Handel von Aktien und anderen Finanzderivaten über ein und dasselbe Konto erfolgen kann. Ebenso wie die anderen Broker im Test verzichtet auch flatex auf die Nachschusspflicht. Die Konditionen, welche flatex beim CFD Handel anbietet, sind genauso transparent wie günstig. So fallen bei Index und Rohstoff- sowie Währungs CFD keinerlei Kommissionen an und bei Aktien CFD stellt der Broker lediglich 0,05% Gebühren in Rechnung.
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Consorsbank

Die Nürnberger Consorsbank verzichtet generell auf eine Nachschusspflicht. Alle Positionen werden automatisch geschlossen, sobald die Sicherheitsleistung aufgebraucht ist. Gelingt das nicht, muss der Broker die Verluste tragen. Hier geht es zum Consorsbank Überblick.

Der Hebel liegt mit 50 allerdings auch unter dem anderer Anbieter, bei denen sich Positionen im Wert 100- oder 200fachen, teilweise sogar des 400fachen der Einzahlung traden lassen. Dafür bietet die Consorsbank ein gutes Informationsangebot, ist seriös und unterliegt der deutschen Finanzmarktaufsicht. Zudem lassen sich beim selben Broker auch reguläre Bank- und Börsengeschäfte abschließen.

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Comdirect

Bei Comdirect haben Kunden die Wahl. Beim regulären CFD-Handel müssen Trader, wie bei fast allen anderen Brokern auch, mit einem Nachschuss rechnen. Auf Wunsch richtet Comdirect aber eine Risikobegrenzung ein, dann wird auf einen Nachschuss verzichtet. Kosten entstehen dafür nicht, auch der Spread ändert sich nicht. Allerdings erhöht sich die Margin von ab 1,0 Prozent auf einheitlich 20,0 Prozent, der maximale Hebel beträgt also nur noch 5,0.

Ähnlich wie die Consorsbank bietet das Unternehmen ein gutes Informations- und Leistungsangebot sowie weitere Bankgeschäfte. Mit Abstand größter Anteilseigner ist die Commerzbank.

Jetzt beim Anbieter anmelden: www.comdirect.de

iForex

Einer der wenigen spezialisierten Forex- und CFD-Broker ohne Nachschusspflicht ist das Unternehmen iForex aus Zypern. Hier lässt sich mit einem Hebel von bis zu 400 und trotzdem ohne Angst vor einem negativen Saldo handeln. Dabei kann der Verlust bei einzelnen Positionen durchaus höher liegen als die Margin, allerdings nur solange der Gesamtkontostand nicht ins Negative rutscht. Übersteigen beispielsweise die Verluste eines Trades die Margin um 100 Euro, sind aber gleichzeitig noch 100 Euro oder mehr als Bargeld vorhanden oder ist die Margin bei anderen Positionen nicht ausgeschöpft, kann die Position geöffnet bleiben. Sinkt dagegen der Gesamtkontostand ins Minus, werden alle Positionen geschlossen. Wird der Saldo trotzdem negativ, muss er nicht ausgeglichen werden.

iForex ist ein in Zypern beheimateter Broker und wird auch von der dortigen Finanzaufsicht reguliert. Der deutsche Webauftritt wirkt an manchen Stellen noch etwas holprig, allerdings hat das Unternehmen zuletzt einiges investiert. Es bietet seinen Tradern eine tägliche Analyse, einen Wirtschaftskalender, einen WebTrader, die FXnet-Plattform zum Download und Apps für das mobile Trading.

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Fazit

Der Verzicht auf die Nachschusspflicht bringt für die Kunden auch Nachteile, vor allem für Einsteiger überwiegen aber die Vorteile. Attraktive Angebote machen aktuell vor allem die Consorsbank und iForex. iForex bietet dabei den höheren Hebel und das breitere CFD-Angebot. Dafür kann die Consorsbank mit ihrem Status als Vollbank punkten. Sie bietet auch Aktienhandel, Fest- und Tagesgeld an und wird außerdem in Deutschland reguliert und überwacht. Als Tochter der BNP Paribas gehört sie zu einer der größten Bankengruppen weltweit. Bei Comdirect fällt dagegen vor allem der niedrige Hebel negativ auf, mit 5,0 beträgt er nur ein Zehntel desjenigen der Consorsbank.

CFD Nachschusspflicht am Beispiel erklärt: Was sollten Trader 2020 beachten?

Der Handel mit Differenzkontrakten bietet beträchtliche Chancen, birgt aber auch große Risiken, die über den Totalverlust des eingesetzten Kapitals weit hinausgehen können. Zu den Horrorszenarien für Trader gehören im Handel mit CFD Nachschusspflicht und Margin Call. Nachfolgend soll an einem Fallbeispiel erklärt werden, um was es sich bei der CFD Nachschusspflicht handelt. Außerdem soll es darum gehen, wie sich etwaige Risiken im CFD-Handel eingrenzen lassen.

Hinweis: Die BaFin hat eine Verfügung erlassen, wonach es Brokern verboten ist, deutschen Tradern eine CFD Konto mit Nachschusspflicht anzubieten. Das heißt, dass Händler mit Wohnsitz in Deutschland keine CFD Nachschusspflicht mehr leisten müssen. Das heißt aber auch, dass der Broker im Zweifelsfalls auf das Konto direkten Einfluss nimmt, in dem er offene Positionen zwangsweise schließt. Im Folgenden erklären wir jedoch was ein Margin Call bzw. eine Nachschusspflicht ist und gehen auch auf die Funktionsweise von CFDs ein. Institutionelle Anleger dürfen weiterhin CFDs mit Nachschusspflicht handeln.

  • Bei dem Handel mit CFDs muss den Marginanforderungen des Brokers entsprechend eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt werden.
  • Durch die Hebelwirkung können hohe Renditen, aber auch hohe Verluste erzielt werden.
  • Verluste können auch über den Einsatz hinausgehen und hohe Forderungen des Brokers generieren.
  • Mit dem konsequenten Setzen von Stops können sich Verluste begrenzen lassen.
  • Mit Demokonten lassen sich Handelsstrategien und Risikomanagement-Tools testen.

Ein Beispiel: Ein Investor eröffnet eine Longposition in der XY-Aktie, die zu diesem Zeitpunkt bei 100,00 Euro notiert. Er erwirbt 100 Kontrakte, so dass der Gesamtwert der Position 10.000 Euro beträgt. Die Initial Margin des Brokers beträgt 10%, so dass der Investor 1.000 Euro als Sicherheitsleistung vorhalten muss, die als in offenen Geschäften gebundene Margin auf dem Handelskonto gesperrt wird (Spreads, Kommissionen und Finanzierungskosten werden an dieser Stelle aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht berücksichtigt). Welche Höhe an Sicherheitsleistung bei comdirect bei einer Positionsgröße von 10.000 Euro zu zahlen ist, zeigt nachfolgende Abbildung:

Longposition und eingesetzte Margin.(Quelle: https://www.comdirect.de/cms/cfd/grundlagen/kapitel-1.6.html)

Diese Inhalte werden im Folgenden näher betrachtet:

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Margin Call: Beispiel für CFD Nachschusspflicht

Der Kurs der XY-Aktie sinkt nach der Einbuchung der Position deutlich: Wenige Stunden nach der Eröffnung steht der Kurs bei 9,75 Euro und damit 2,5% niedriger. Gemäß den Bestimmungen des beispielhaften Brokers ist an diesem Punkt die Maintenance Margin erreicht: Das ist die Mindesthöhe der Sicherheitsleistung, die zur Aufrechterhaltung der Position auf dem Handelskonto vorgehalten werden muss. Sinkt der Kurs unter diese Schwelle und befindet sich kein zusätzliches freies Guthaben auf dem Handelskonto, kommt es zum „Margin Call“.

Der Broker fordert einen umgehend zu leistenden Nachschuss ein. Die Forderung ist exakt so hoch, dass das Niveau der Initial Margin zum aktuellen Kurs (97,5 Euro) wieder erreicht wird. Der Broker fordert in obigem Beispiel deshalb 250,00 Euro. Die Geschäftsbedingungen räumen dem Broker das Recht ein, die Position zu schließen oder in angemessenem Umfang zu reduzieren, wenn der Aufforderung zum Nachschuss nicht umgehend gefolgt wird.

Bei einem Margin Call handelt es sich um eine Nachschusspflicht des Händlers, die dieser leisten muss, sollte bei einem Kursverlust die hinterlegte Sicherheitsleistung nicht ausreichen. Erreicht der Kurs einen Punkt, an dem die entsprechende Position nicht mehr aufrechterhalten werden kann, da das vorhandene Kapital zur Deckung nicht mehr ausreicht, fordert der Broker den Händler durch den Margin Call auf, unmittelbar Kapital nachzuschießen. Geschieht dies nicht, wird die Position automatisch geschlossen.

Beispiel für CFD Nachschusspflicht mit negativem Kontosaldo – Opening Gaps beachten

Viele Broker definieren einen „Close-Out“-Level. Dabei handelt es sich um einen Prozentsatz der Initial Margin, bei dessen Erreichen offene Positionen automatisch geschlossen werden. Für diesen Vorgang wird ein Regelwerk festgelegt. Dieses kann etwa vorsehen, die offenen Positionen mit dem größten Margin-Anteil priorisiert zu schließen. Die CFD Nachschusspflicht wird von einigen Brokern rechtsverbindlich auf das im Haus verfügbare Guthaben begrenzt. Verluste über den Einsatz hinaus sind jedoch ebenfalls möglich.

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In der Praxis kommt es dazu vor allem in Verbindung mit Kurslücken (zum Beispiel Opening Gaps nach einem Wochenende). Verliert die XY-Aktie im obigen Beispiel zwischen Freitagabend und Montagmorgen 20% an Wert, beläuft sich der Verlust (der vor einer Mitteilung an den Trader automatisch realisiert werden kann) auf 2.000 Euro. Abzüglich der hinterlegten Nachschusspflicht in Höhe von 1.000 Euro sieht sich der Investor mit einer Forderung seines Brokers in Höhe von 1.000 Euro konfrontiert.

Erreicht ein Kurs das sogenannte Close-Out-Level, werden Positionen automatisch geschlossen. Hierfür existiert je nach Anbieter ein entsprechendes Regelwerk. Auch begrenzen einige Broker die CFD Nachschusspflicht auf ein bestimmtes auf dem Konto befindliches Guthaben oder schließen eine Nachschusspflicht von vornherein aus. Allerdings können Verluste und damit Forderungen des Brokers auch über den Einsatz des Händlers hinausgehen.

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Wie man Risiken im CFD-Handel eingrenzen kann

Bei CFDs handelt es sich um Differenzkontrakte, die auf die Kursentwicklung eines zugrundeliegenden Basiswertes, wie Aktien, Rohstoffe, Devisen u.v.m. setzen. Außerbörslich gehandelt, zählen sie zu den Over-The-Counter-Finanzprodukten. Ferner können CFDs nur zu einem Bruchteil des entsprechenden Basiswertes erworben werden. Mit der Hinterlegung der Sicherheitsleistung – Margin, die nur wenige Prozent des Kaufpreises des Basiswertes beträgt, können höhere Handelsvolumen bewegt werden. Der Hebelwirkung macht diese Vorgehensweise möglich. Zwischen 0,5 und zehn Prozent liegen in der Regel die entsprechenden Marginanforderungen. Wie der CFD-Trading und der CFD-Hebel funktioniert, ist auf in unserem Ratgeber nachzulesen.
Spekulieren können Händler auf steigende oder fallende Kurse. Somit ist allein der Kurs entscheidend, ob ein Verlust oder ein Gewinn erzielt wird.

Trader müssen die Kurse also kontinuierlich im Blick haben und können z. B. ein Echtzeit-Finanzdiagramm nutzen.

Tritt das vorhergesagte Ereignis nicht ein, so wird die Position glatt gestellt und der Händler muss die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schließungskurs an den Broker zahlen. Sofern die hinterlegte Margin und das Einlagekapital diese Differenz ausgleichen können, besteht auch nicht die Gefahr eines Margin Calls. Allerdings kann ein Verlust auch die gesamte hinterlegte Marginleistung sowie den Kapitalbestand auf dem Handelskonto betreffen. Auch Verluste, die darüber hinausgehen, sind möglich. Wie aber lassen sich derartige Risiken begrenzen?

Eine quasi überlebenswichtige Strategie im CFD-Handel ist es, konsequent das eigene Risiko zu managen. Bevor man in den risikoreichen CFD-Handel einsteigt, sollten sich Trader zuvor ein umfassendes Bild des Brokers machen und auch die Handelsplattform ausgiebig mit einem Demokonto testen.

Trainieren Sie den CFD-Handel in einem Demokonto (Quelle: https://trade.plus500.com/Trade)

Auch sollten in der Regel mit einem Demokonto die entsprechenden Risikomanagement-Tools, wie Stops ausprobierbar sein. Unerlässlich ist es, um Verlustrisiken zu minimieren, stetig Stop-Loss-Marken zu setzen. Mit einer solchen risikominimierenden Vorgehensweise legt der Trader eine Marke fest, bis zu dieser die entsprechende Position gehalten werden soll. Eine Verkaufsorder wird ausgelöst, sobald diese Marke erreicht wird. Dabei ist zu beachten, dass CFDs hier nicht zum definierten Stop verkauft werden, sondern zum billigsten Kurs.
Setzen Trader ein Stop-Loss-Limit wird eine Verkaufsorder aktiviert, wenn die Stop-Loss-Marke erreicht wird. Sobald der Kurs unter das gesetzte Limit fällt, findet ein Verkauf nicht statt, sondern nur dann, wenn das Limit erreicht wird.
Beim Setzen eines Trailing Stops erhöht sich stetig das Verkaufslimit, sofern ein Kursanstieg notiert. Sollte ein Kurs allerdings die definierte Marke unterschreiten, wird ein Verkauf ausgelöst. Das bedeutet, dass Kursgewinne gehalten und Verluste begrenzt werden.

Konfiguration von Verkaufslimits in einem Demokonto (Quelle)

Wichtig für einen Trader ist, sich immer über seine Chancen, aber auch über die entsprechenden Risiken bewusst zu sein. Beim CFD-Handel können mit einem geringen Kapitaleinsatz hohe Handelsvolumina bewegt werden, die mitunter sehr hohe Renditen versprechen. Entwickeln sich die Kurse aber entgegen der Annahme des Traders sind auch Verluste, die nicht mehr mit dem Kapitaleinsatz oder sogar dem verfügbaren Kapital auf dem Handelskonto zu decken sind, ebenfalls wahrscheinlich. Durch die konsequente Nutzung von Stop-Loss-Marken und durchdachten Handelsstrategien lassen sich Verlustrisiken selbst bestimmen. Unsere CFD-Tipps sind in unserem Ratgeber nachzulesen.

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Fazit: Keine CFD Nachschusspflicht in Deutschland mehr vorhanden, dennoch ist Risikomanagement unerlässlich

Zwar dürfen Broker hierzulande Privatanlegern keine CFDs mit Nachschusspflicht mehr anbieten. Das heißt jedoch nicht, dass der Handel bzw. das Trading dadurch an sich einfacher geworden ist. Bereits vor der Verfügung der BaFin haben viele Broker eine Nachschusspflicht praktisch so gut wie ausgeschlossen. Trader müssen dennoch nach wie vor darauf achten, ein sinnvolles Risiko- und Moneymanagement im Online Trading zu nutzen. Denn auch wenn Anleger bei CFDs keinen Margin Call mehr befürchten müssen, so ist doch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich, aber mit Sicherheit nicht erstrebenswert.

Eine sinnvolle CFD Trading Strategie ist auch weiterhin wichtig. Wer an dieser Stelle seine Hausaufgaben macht, kommt sehr wahrscheinlich gar nicht erst dahin, dass der Broker Positionen zwangsweise liquidieren muss.

Das Handelsangebot bei XTB

Die Abschaffung der Nachschusspflicht führt dazu, dass Broker Positionen zwangsweise schließen können, wenn diese zu weit im Minus sind. Das war aber schon vorher der Fall. Das heißt aber auch, dass das Gap Risiko allein der Broker trägt. Das wiederum führt dazu, dass Spreads in hektischen Marktsituationen jetzt noch weiter ausgedehnt werden und der Handel zum Teil sogar eingestellt wird. Prominentes Beispiel in der Vergangenheit war die Abstimmung zum Brexit. Am Tag vor der Abstimmung ließen Broker gar keine offenen Positionen mehr zu. Das Risiko war unkalkulierbar. Auf der anderen Seite ist es auch eine gewisse Sicherheit für den Trader. Denn muss man denn gerade solche Märkte in Zeiten der Unsicherheit handeln?

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