Binare Optionen Candlestick Charts lesen und richtig analysieren

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Contents

Technische Analyse lernen & Charts richtig analysieren (Update 2020)

Wie du Charttechnik und technische Analyse-Tools nutzt

Lerne die Technische Analyse der Finanzmärkte Technische Indikatoren vs Fundamentalanalyse vs Charttechnik, so findest du die besten Trading Setups …

Mein Name ist Ingmar Folk von CoinFlip Trading. Über die Jahre habe ich viele Trading Strategien entwickelt und ausprobiert. Jetzt erklär ich dir das Grundkonzept hinter der Technischen Analyse beim Trading, warum es funktioniert, welche Technische Chartanalyse Tools die besten sind und wie du sie richtig einsetzt. Außerdem: Wo ist Kritik angebracht?

Geben wir Gas! Und ab geht die Luzi …

Dieser Inhalt wartet auf dich

Teil 1:

Teil 2:

Die Technische Analyse beim Trading – Grundlagen & Abgrenzung

Um das Grundkonzept der Technischen Analyse zu erklären, bedarf es keiner großen Worte.

Bei der Technischen Analyse im Trading werden aus vergangenen Kursbewegungen künftige Preisveränderungen vorhergesagt. Zu diesem Zweck deuten Trader die verschiedensten Preismuster, entweder direkt im Chart oder indirekt über Indikatoren.

Merkmal der Technischen Analyse: Das Warum interessiert keinen!

Im Kern dreht es sich bei der Technischen Analyse darum, Trends und Trendwechsel zu erkennen. Warum etwas tendiert oder der Trend dreht, interessiert Chartanalysten nicht. Die Technische Anlayse fragt also nicht: Was hat genau zu dieser Preisbewegung geführt?

Technische Analyse in Aktion: Trendlinien richtig zeichen (Videotutorial)

Die Extrawurst: Saisonalitäten

Die Saisonalitäten-Analyse ist eine weitere Methode zum Ableiten von Tradingchancen. Bei dieser Form der Entscheidungsfindung, für oder gegen einen Trade, werden jahreszeitliche Trends der Finanzmärkte analysiert. In fast allen Anlageklassen kommen sie statistisch belegt vor. Besonders ausgeprägt sind sie in den Rohstoffmärkten zu finden.

Die Saisonalitäten-Analyse ist ein ideales Ergänzungswerkzeug für die Technische Analyse. Sie kann als ein externer Indikator für oder gegen einen Trade eingesetzt- und mit allen Analysemthoden kombiniert werden.

Hinter dem Schützengraben lauern die „Fundis“

Ein weit verbreiteter und konträrer Ansatz zur Technischen Analyse der Finanzmärkte ist die sog. Fundamentalanalyse. Bei dieser Art Anlageentscheidungen zu treffen spielt der Kurschart nur eine untergeordnete Rolle. Von Wichtigkeit sind dagegen grundlegende Zahlen zu Unternehmen oder Volkswirtschaften. Um den Nutzen der Technischen Analyse herauszustreichen, lohnt ein direkter Vergleich mit der Fundamentalanalyse.

Technische Analyse vs Fundamentalanalyse

Bei der Fundamental-Analyse werden Berichte der Prüfgesellschaften, Gewinn/Verlustrechnungen, regelmäßig veröffentlichte Bilanzen, das Management, die Dividendenpolitik, Umsätze, Wettbewerbssituation und Auslastung der Produktion genau unter die Lupe genommen. Aber es geht noch weiter! Ein Fundi (Fundamental-Analyst) verfolgt auch die Erlasse und Mitteilungen des Wirtschafts- und Finanzministeriums, er beobachtet Produktionsindikatoren, Preisstatistiken und noch einiges mehr. Hinter einer guten Fundamental-Analyse steckt viel Arbeit und die Ergebnisse bieten viel Diskussionsstoff.

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Alle gerade genannten Analyseverfahren bzw. Werte fließen in einer Schätzung für den fairen Wert des Unternehmens zusammen. Kommt der „Fundi-Analyst“ zu dem Schluss, der aktuelle Preis liegt über seinem Schätzwert, sieht er das als Kaufchance für das Wertpapier und vice versa.

Vielen Fundis qualmen bei so vielen Zahlen schon mal die Schädel und die berechtigte Frage lautet: Ist es es diesen Aufwand wert, denn: Oftmals kauft der Fundi seine Aktie und muss mit ansehen, wie sie trotzdem unter seinen Kaufkurs fällt…und fällt und fällt.

Er muss sich dann eingestehen: Trotz umfangreicher und sorgfältiger Analyse lag er mit seinem Kaufzeitpunkt total daneben.

Wie kommt es dazu?

Fundamentale Faktoren haben unbestritten einen Einfluss auf die Angebots- und Nachfragesituation. Was die Fundis allerdings nicht berücksichtigen, ist die aktuelle Stimmung der Marktteilnehmer. Stimmung impliziert Irrationalität und die Börsenkurse werden zu einem gewichtigen Teil von irrationalen Entscheidungen der Leute beeinflusst.

Der Börsenkurs hingegen spiegelt alle Emotionen der Marktteilnehmer und die fundamentale Situation wider. Ein Börsenkurs reflektiert Stimmungen von tausenden von Menschen. Rationale Stimmungen, irrationale Stimmungen. Er reflektiert Bedürfnisse der Anleger, die sich der rationalen Analysemöglichkeit entziehen.

Dennoch äußern sich all diese Faktoren schlussendlich in einem Ereignis, welches als rational bezeichnet werden muss: dem Kurs. Jeder sieht ihn und kann ihn beurteilen wo er steht. Es ist der Kurs, auf den sich Käufer und Verkäufer einigen und eine Transaktion in dem betreffenden Wertpapier tätigen. In ihm sind alle entscheidenden Informationen enthalten. Unter Börsianern ist oft die Rede von im Kurs „eskomptierten“ (vorweggenommen) Informationen.

Dazu zählen alle zur Verfügung stehenden Informationen der Fundamentalanalyse, sowie der Stimmung der Investoren zu einem Wertpapier oder Markt.

Börsianer schauen in die Zukunft und sie bilden den Kurs auf der Grundlage der Erwartungen der Anleger. Während der Fundamental-Analyst noch damit beschäftigt ist, den aktuellen Ist-Zustand eines Unternehmens zu analysieren.

Für dich als angehenden Technischen Analyst, der seine Entscheidungen maßgeblich am Kurs ausrichtet, bedeutet es Preistrends im Auge zu behalten. Solange ein Trend nicht gebrochen wurde, ist davon auszugehen, dass er weiterläuft. Egal zu welcher Einschätzung ein Fundi auch kommen mag, denn die nicht berechenbaren Einflussfaktoren der Börsenkurse sind mächtig, weil menschliche Emotionen mächtig sind. Doch jeder Trend an der Börse endet irgendwann.

Warum? Emotionen wechseln sich eben ab. Dies passiert an der Börse meistens mit dem Auftreten bestimmter Muster. Und genau diese Muster im Preischart untersucht die Technische Analyse, bzw. die sogenannte Charttechnik.

Solche Muster sind recht zuverlässig und treten auf ähnliche Art und Weise auf, denn der Mensch ändert sein grundlegendes Verhalten wie Panik, Gier, Euphorie und Angst nicht. Unsere emotionalen Verhaltensweisen sind seit jahrtausenden gleich geblieben und sie bewegen die Börsenkurse wahrscheinlich auch in tausend Jahren noch genau so wie heute.

Abgrenzung Technische Chartanalyse / Charttechnik und Technische Analyse

Eine feine Unterscheidung innerhalb der Technischen Analyse wurde oben schon angerissen, jetzt mach ich es konkret: Für technisch orientierte Trader existiert noch die Unterkategorie Charttechnik respektive Chartanalyse.

Wo verläuft die Grenze dieser beiden Methoden?

Spricht ein Trader von der sogenannten Charttechnik oder auch technischen Chartanalyse, geht es ausschließlich um die Verwendung und Interpretation des reinen Preischarts (Wertpapierkurses).

Bekannte charttechnische Ansätze sind die Dow-Theorie, Markttechnik oder auch die japanischen Candlestick-Muster. Außerdem zählen zur klassischen Charttechnik die bekannten und populären Chartmuster (SKS, W-Formation etc).

Bei der technischen Analyse der Finanzmärkte geht es hingegen vornehmlich um die Verwendung von Technischen Indikatoren (zB RSI, Fibonacci Fans etc.) Diese werden zu einem großen Teil vom Preischart abgeleitet. Ein Software-Programm berechnet mittels Formeln aus den Preisdaten des Charts neue Darstellungsformen der Kursdaten und bereitet sie optisch auf.

In der Regel werden diese künstlich berechneten Daten als zusätzliche Charts unter den Haupt-Kurschart eines Wertpapiers gelegt. In einigen Fällen sind sie auch direkt im Hauptchart sichtbar. Damit wird es möglich auf einen Blick weitere Kriterien für oder gegen einen Trade in die Entscheidungsfindung einfließen zu lassen.

Die wichtigsten Tools und Chartmuster dieser beiden technischen Analysemethoden,
sowie deren korrekte Verwendung, erkläre ich dir gleich noch genau.

Technische Analyse vs Fundamentalanalyse: Die Pro’s und Con’s auf einen Blick

Vorteile Fundamentalanalyse:

  • Sie basiert auf handfesten ökonomischen Zahlen des Unternehmens und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds.
  • Sie eignet sich für längerfristiges Investieren sehr gut, da sie den inneren Wert einer Firma zu berechnen versucht (zu diesem neigt der Börsenkurs langfristig zu streben). Dieser innere Wert kann als Ankerpreis (Orientierungspreis) für Ein- und Ausstiege beim Aktienhandel genutzt werden.
  • Fundamentalanalyse versucht die Frage nach der Qualität eines Unternehmens, oder der gesamtwirtschaftlichen Lage zu beantworten (die Basis eines guten Investments).

Nachteile Funamentalanalyse:

  • Sie braucht Zeit (nicht optimal für kurzfristiges Trading).
  • Sie erfordert gute Kenntnisse und Fähigkeiten im Interpretieren von Unternehmenszahlen.
  • Sie ist nur bedingt geeignet, um das Risiko eines Trades nach dem Einstieg zu managen.
  • Sie berücksichtigt nicht die aktuelle Marktstimmung (bullish, bearish, euphorisch, ängstlich), doch Aktienkurse werden auch durch die Stimmung der Anleger bewegt, nicht nur durch rationale Fakten.

Vorteile Technische Chartanalyse:

  • Sie kann für sehr kurzfristiges Trading verwendet werden.
  • Sie erfordert keinerlei Wissen über betriebswirtschaftliche und gesamtökonomische Zusammenhänge.
  • Sie spielt visuell veranlagten Menschen in die Karten, die von Natur aus keine Zahlenjongleure sind.
  • Sie eignet sich gut, um das Risiko eines Trades zu managen (Stop Loss, Trailingsstops, Zielzonen-Bestimmung anhand vergangener Kursverläufe).

Nachteile Technische Chartanalyse:

  • Es gibt unzählige Interpretationsmöglichkeiten des Preisverlaufs (Schwammigkeit). Aus diesem Grund musst Du Dir sehr genau überlegen, welche Chartanlyse-Methoden Du einsetzen möchtest.

Da du jetzt weißt worauf die Technische Analyse achtet und wieso es einen logischen Grund gibt sie zu verwenden, gehen wir nun ins Detail der Technischen Analyse und schauen uns die wichtigsten und sinnvollsten Tools genau an.

Technische Chartanalyse (die wichtigsten Tools)

Trendlinien

Mittels Trendlinien werden Hoch und Tiefpunkte miteinander verbunden. Sie dienen damit der Visualisierung von Preistrends im Chart. Moderne Chartsoftware formt daraus automatisch einen Trendkanal. Meine Meinung dazu: Gespalten. Trendlinien können bei eindeutiger Identifikation schon mal hilfreich sein. Problem: Die eindeutige Identifikation. In der Praxis wirst du schnell merken: Fast jeder Trader zeichnet seine Lieblingslinie in den Chart. So, wie sie für ihn am besten rüberkommt. Dann passt er sie meist ständig an unwichtige Extrempunkte an und die Linie verläuft immer anders. Der Nutzen daraus? Kaum vorhanden, außer für reine Zwecke der Chartanalyse. Wieso? Weil du als Trader Chartmarken ausfindig machst, die sonst kaum einer wichtig findet.

Unterstützungs- und Widerstandslinien

Bei diesen Linien handelt es sich um horizontale Malkunst. Trendlinien laufen dagegen diagonal. Du verbindest also lokale Tief- oder Hochpunkte, welche sich auf fast identischem Preisniveau befinden. Meine Meinung dazu: Joah, schon besser. Wieso? Weil diese Chartlevel eindeutiger festgenagelt werden können und sich somit mehr Marktteilnehmer auf die gleichen Zonen konzentrieren, um ihre Entscheidungen zu treffen. Vorteil: An diesen Punkten im Chartverlauf liegen meistens vermehrt Stoporders im Markt. Dies kannst du nutzen. Entweder, indem du darauf hoffst, das der Kurs von wichtigen Marktspielern über oder unter diesen Levels gehalten wird. Oder, für schnelle Gewinne in die Richtung der ausgelösten Stoporders, wenn die Kurse das Niveau brechen.

Chartmuster

An diesem Punkt wird’s kontrovers. Fakt ist nämlich: Jeder Finanzmarkt bildet wirklich immer ähnliche Chartformationen aus. Aber! Ich betone das Adjektiv ähnlich. Es bedeutet nicht gleich. Daraus speist sich der größte Nachteil von Chartmustern: Es ist – wie so oft – die Subjektivität des Betrachters. Es gibt einige wenige, relativ eindeutige Kursgebilde. Meistens werden diese Muster im Chart jedoch so weit hergeholt, dass der Betrachter nicht genau weiss, wie er eine Situation am Chart zu interpretieren hat. Die noch am klarsten zu interpretierenden Formationen sind:

Bild: Dieser Chart zeigt einen klassischen Doppelboden (zwei Kreise). Wenn ich diese Chartformation trade, erhoffe ich mir keine erhöhte Trefferquote. Ich nutze Doppelböden oder Tops, um mit einem kleinen sinnvollen anfänglichen Stop Loss (unterhalb des lokalen Kurstiefs beim Boden) in den Markt zu kommen und so ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis herzustellen. Idealerweise trade ich dabei mit übergeordneten Trends. Dadurch erhöht sich das CRV weiter, solange der Trend nicht weit fortgeschritten ist. Den Trendfortschritt gut einschätzen zu können, ist eine wertvolle Fähigkeit als Trader. Meine Meinung zu Chartmustern: Ja, als diskretionärer Trader fließen sie hin und wieder in meine Entscheidungsfindung ein. Für Autotrader sind sie jedoch kaum produktiv verwertbar.

Elliott-Wellen

Nun steigert sich die Kontroversität in Bezug auf die Tauglichkeit der Technischen Analyse in atemberaubende Fallhöhen. Die sogenannten Elliott Wellen sind eine direkte Weiterentwicklung der Dow Theorie. Tut mir leid: Aber wer sich diese Story ausgedacht hat, der muss ein echtes Marketinggenie gewesen sein, oder zu viel Zeit gehabt haben.

Trading mit Elliott Wellen kurz zusammengefasst

Du zählst und zählst und zählst, guckst doof aus deinem Floortrader Jacket und zählst weiter. Überarbeitest dann deine Zählungen von vorne und plötzlich stimmt irgendwie nichts mehr. Was machst du dann? Du fängst wieder an die Wellen auszuzählen. Bis du merkst, du hast dich wohl erneut verzählt. Zum Glück findet das heutzutage nicht mehr auf ausgedruckten Papiercharts statt. Allein der Bedarf an Radiergummis… egal. Wie auch immer: Elliott Wellen sind die umständlichste, subjektivste und mit am schwierigsten zu erlernende Form der Technischen Analyse. Und kein Mensch kann dir sicher sagen, ob damit getroffene Prognosen langfristig auch nur 1% über dem Zufall liegen. Meine Meinung dazu: Mehr Arbeit für fragwürdigen und unsicheren Gegenwert, kannst du dir als Trader kaum machen. Und für schnellen Intradayhandel sind sie für mein Empfinden eher ein Ärgernis.

Charttypen

Eine weitere Möglichkeit der Technischen Analyse ergibt sich aus den verschiedenen Darstellungen der Preisbewegungen im Chart. Vom einfachen Linienchart, über Renko– bis hin zu Kerzencharts spannt sich das Analyseuniversum des Traders. Die wohl am meisten verwendete Variante sind Kerzencharts. Viele behaupten: Aus diesen kannst du als Trader am einfachsten tolle Muster ableiten. Hier muss ich einwerfen: Diese Behauptung ist zwar nicht ganz falsch, doch Kerzencharts liefern tatsächlich mehr als das. Candlesticks vermitteln uns Tradern wohl die meisten Informationen über das tatsächliche Kursgeschehen an der Börse, in einer kompakten und schnell erschließbaren Essenz. Selbst benutze ich auch diese nützliche Darreichungsform von Kursen. Dennoch beachte ich nur ganz wenige Kerzenchartformationen, welche aus dem fernöstlichen Japan stammen. Meine Meinung hierzu: Kerzencharts bieten sich durchaus an. Für handfeste Kursprognosen taugen sie hingegen ebenfalls nicht viel.

Technische Indikatoren

Kommen wir zum populärsten technischen Chartanalyse Tool der Neuzeit. Es sind die sogenannten technischen Indikatoren. Der Heilige Gral fast aller Tradinganfänger. Warum sind sie überhaupt so beliebt? Ich weiss es nicht wirklich. Bisher habe ich keine Umfrage dazu gemacht. Aber ich kann es mir halbwegs zusammenreimen.

  1. Indikatoren sind ideal zum Backtesten
  2. Sie sind technisch und zahlenlastig (viele Leute erhoffen sich dadurch mehr Vertrauen und Sicherheit in ihrem Trading)
  3. Und Indikatoren werden auf eine Weise vermarktet, die Börsenneulingen voll in die Karten spielt: Mit wenig Aufwand, eine hohe Treffsicherheit und damit Gewinne erzielen.

Was willst du mehr?

Grundlegend gibt es zwei Kategorien bei technischen Indikatoren:

  • Oszillatoren
  • Trendfolger

Oszillatoren werden in Seitwärtsmärkten beachtet, um Wendepunkte im Kurs anhand von überverkauften oder überkauften Werten zu signallisieren. Trendfolger sollen dagegen vorherrschende Kurstrends bestätigen, oder neue Trends definieren. Fakt bei diesem Hokuspokusspiel ist: Fast alle diese Indikatoren sind vom reinen Kurschart abgeleitet und werden aufgrund von Daten der Vergangenheit berechnet. Diese vermeintlichen Wunderkinder der technischen Analyse, liefern dir mitnichten zusätzliche Informationen über den Zustand des Marktes. Technische Indikatoren sind schick aufbereitete Zusammenrechnungen des Preisverlaufs.

Meine Meinung über dieses technische Analysetool

Die Vorhersagekraft einzelner Indikatoren ist gleich Null! Es wird lediglich eine Sicherheit beim Trader vorgegaukelt, die so nicht existiert. Damit sind sie für mich schlicht und einfach überflüssig in Bezug auf Tradingerfolg. Und mal ehrlich: Brauchst du wirklich einen berechneten Indikator, um den Trend richtig einschätzen zu können? Totaler Blödsinn. Wenn du mit Indikatoren zur Entscheidungsfindung arbeiten möchtest, solltest du tatsächlich relevante verwenden. Sie müssen unabhängig voneinander berechnet werden und bitte vertraue nicht nur auf einen einzigen davon. Solche Indis können sein:

  • Gleitende Durchschnitte
  • Average True Range (ATR)
  • Volumen
  • Trin oder Tick
  • Relative Stärke eines Wertes (aber direkt aus dem Kursverlauf herausgelesen)
  • Diverse Fundamentaldaten
  • Möglicherweise Sentiment Indikatoren

Technischen Analyse – Eine kleine Abrechnung (äh Resümee)

Ein Großteil der Technischen Analyse Methoden sind wertlos, wenn du sie nur für sich betrachtest, daraus Kursprognosen ableitest und dein Trading auf das Eintreffen dieser Kursverhersagen ausrichtest. Doch genau diese Prognosepower wird den Technischen Analyse Tools nachgesagt. Und sie ist der Grund, weshalb sich die meisten Trader auf sie stürzen. Und wieso das? Wir Menschen hassen Unsicherheit über zukünftige Ereignisse. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Definition von Prognose. Für mich ist eine echte Kursprognose: Wenn in mehr als 50% der Fälle eine Mindestkursbewegung in eine anvisierte Richtung vorausgesagt werden kann, ohne das vorher der Stop Loss ausgelöst wird. Der Stop darf nach dem Eröffnen eines Trades nicht verändert werden und nicht größer sein, als das Kursziel. Und jetzt? Werde ich dir die Augen öffnen.

Das Coin Flip Experiment

Du fragst dich in diesem Moment sicherlich: Wieso lehnt der sich soweit aus dem Fenster? Aufgepasst, Trader! Hier möchte sich keiner wichtig machen. Ich habe – neben der fragwürdigen Tauglichkeit der Technischen Analyse zu Prognosezwecken – tatsächlich einen noch wichtigeren Grund mich weit über die Brüstung meines Traderfensters zu hängen. Und ich möchte, dass du davon erfährst. Vor einiger Zeit habe ich ein bisher einmaliges Langzeit-Live-Experiment gestartet. Die zu entkräftende These lautete:

Die Richtung eines Trades ist derart unwichtig, dass auch ein Münzwurf für die Festlegung auf long oder short ausreicht um signifikante Gewinne einzufahren.

Und für was brauchst du Kursprognosen, sollte die These tatsächlich standhalten? Du kannst dir wahrscheinlich denken was kommt…

Das Unglaubliche wird zur Gewissheit (ein irres Ergebnis)

Diese These konnte ich tatsächlich nicht entkräften. Nach einem Jahr Laufzeit, und genau 250 Trades, standen rund +81% Rendite zu Buche. Dabei hatte ich bei keinem einzigen Trade Einfluss auf dessen Richtung! In meinem Trading Blog findest du den Track Record dazu. Das Ergebnis ist nicht wissenschaftlich fundiert, aber eine echte Ansage. Was sagst du jetzt? Wäre es für deinen Tradingerfolg wirklich so wichtig, die Kurse vor dem Markteinstieg richtig vorhersagen zu können, dürfte so etwas nicht möglich sein. Ich hoffe, du stimmst mir hier zu? Wieso solltest du als Trader dann deine Energie dafür verschwenden, nach Setups der Technischen Analyse mit echtem Prognosevorteil zu suchen? Es sind für mich falsch eingesetzte Ressourcen. Wie du die Technische Analyse dennoch produktiv einsetzen kannst, erfährst du im nächsten Absatz.

Der Markteinstieg wirkt sich sowohl durch die Trefferquote, aber auch durch seine Funktion zur Beeinflussung der jeweiligen Stop Loss Größe eines Trades auf den Profitfaktor des Tradingansatzes aus. Je nach dem, wie aggressiv eine Tradingidee gespielt wird, erhöht oder verkleinert sich der anfängliche Stop Loss und das CRV verändert sich (vorausgesetzt der Stop Loss wird nicht willkürlich gesetzt).

Die Stoßwellen des Experiments (und ihr Effekt auf mein Trading)

Der Ausgang des Experiments hat meine grundlegende Sichtweise als privater Trader umgekrempelt. Früher war meine Überzeugung: Ich muss unbedingt Tradingsetups mit einer hohen Trefferquote finden. Heute weiss ich: Top Renditen gibt es nur, wenn ich bei gut laufenden Trades viel Gewinne und schlecht laufende Trades extrem günstig halten kann. Außerdem glaube ich mittlerweile: Du musst nicht viel mehr beherrschen als die Basis-Bewegungsmuster im Preischart, die auch Charles Dow vor hundert Jahren schon beschrieben hat. Die reine Price Action der Kurse reicht aus. Die Markttechnik hat diese verfeinert und lehrt sie heute in einem durchaus sehr praxisorientierten Zusammenhang. Auch ein Orderbuch musst du nicht interpretieren können, wenn du nicht Market Making betreiben willst. Das ist mein Statement! Und ich wette gerne gegen jeden, der etwas anderes behauptet.

Setze die Technische Analyse im Trading weise ein

Wenn du als Trader mit der Technischen Analyse arbeiten möchtest, solltest du einige, gut ausgesuchte Tools gezielt mit anderen – untereinander unabhängigen Entscheidungskriterien – kombinieren und unbedingt in Zusammenhang mit dem übergeordneten Preisverlauf (Trend, Trendfortschritt, Korrektur, Rangemarkt) bringen. Achte darauf, dass möglichst viele Marktteilnehmer zu ähnlichen Interpretationen kommen und sich zumindest eine Art ‚Selbsterfüllende Prophezeiung’ einstellen könnte. Und: Nutze vornehmlich solche Tools der technischen Analyse, die dir dabei helfen können wichtige Stopmarken im Chart herauszufiltern. Damit kannst du dein CRV sehr gut steuern und nur Trades mit möglichst kleinem ISL (Anfängliches Stop Loss) eingehen.

Wie konnte das Münzwurf-Setup so gut performen?

Dies ist eine sehr sehr gute Frage. Wie du gesehen hast: Nicht durch gute Kursprognosen vor dem Markteinstieg. Eine Antwort könnte lauten: Durch cleveres Risikomanagement auf allen Ebenen (Entry, Exit, Positionsgröße s. Traders‘ Artikel Ausgabe Nr.5 2020 S.66)

Kein Prognosevorteil = Kein Vorteil (als Trader)

Falsch! Durch einen zeitlich wohl überlegten Einstiegszeitpunkt (nicht Richtung), eine durchdachte und strikt eingehaltene Risikobegrenzung sowie ein flexibles Trademanagement, konnte sehr wohl ein Vorteil herausgearbeitet werden. Alle Trades wurden kurz nach Markteröffnung eingegangen. Hier ist das CRV beständig sehr gut, da die Hauptbewegung des Handelstages noch bevorsteht. Ein gutes CRV senkt dein Risiko beim Traden langfristig, da es die durchschnittlichen Gewinne erhöht. Das Trademanagement war darauf ausgerichtet sofort Risiko von der Position zu nehmen, sobald sich die Kurse nicht so bewegten wie erwartet werden konnte. Dadurch schaffte ich es, die durchschnittlichen Verluste auf circa 0,7 R zu drücken. Alle Aktionen basierten auf neuen, ganz simplen Informationen des Kurscharts nach dem Einstieg (z.B. gebrochene wichtige horizontale Preiszonen, Schlusskurse von Kerzen wichtiger Zeitrahmen, Kursbeschleunigung, Zeitkomponente ect.). Es geht dabei um ein beständig neues Erahnen von Wahrscheinlichkeitsverschiebungen. Mit einer echten, festgenagelten Kursprognose hat das nichts zu tun.

Das Fusionskraftwerk für Gewinne beim Traden

Das Powerhouse für deinen langfristigen Erfolg beim Traden stellt das Verhältnis zwischen Gewinnen und Verlusten dar. Bei allen gesunden Trading Strategien die Richtungswetten (Spekulation auf eine Preisbewegung in eine bestimmte Richtung) umsetzen, ist mir immer eine Sache aufgefallen: Die durchschnittlichen Gewinne überstiegen die durchschnittlichen Verluste. Bei meinem CoinFlip Experiment waren sie genau 1,97 mal so hoch.

Gewinne groß – Verluste klein = Dauerhafte Profite

Sei dir über Folgendes im Klaren: Spielst du ein ‚Entweder- oder Szenario‘ (Anfängliches Stop Loss oder Take Profit wird ausgelöst) mit einem CRV von 1:1, benötigst du einen echten Prognosevorteil mit deinem Entry, um profitabel zu sein. Spekulierst du auf ein 3:1 CRV brauchst du einen umso größeren Prognosevorteil und keinen kleineren. Deshalb sind Trades mit weiteren Zielzonen nicht zwangsläufig die bessere Wahl und ein aktiv betriebenes Trademanagment kann Vorteile bringen. Du musst, im Rahmen der Möglichkeiten, für jeden Trade dennoch immer maximal viel Gewinn herausholen und die Verluste so niedrig wie irgend möglich machen. Auf dieses Ziel sollte deine komplette Trading Strategie zugeschnitten sein.

Die Gewinnhäufigkeit wird total überschätzt

Die Trefferquote – populär definiert – spielt für den Erfolg deines Tradings dagegen so gut wie keine Rolle. Du kannst sie fast ignorieren! Wieso? Sie ist in der allgemein gültigen Version, durch den Exit aus einem Trade, leicht manipulierbar und verliert ihre Aussagekraft bezüglich der Qualität eines Einstiegssetups. Sehr viele profitable Trading Strategien produzieren hier langfristig einen Wert um die 50 Prozent (ich betone langfristig: kurzfristig kann es durchaus zu Serien von Verlusten und Gewinnen kommen). Ich schließe nicht aus, dass sehr erfahrene diskretionäre Trader den Kursverlauf tatsächlich besser als Zufall vorhersagen können. Doch glaube mir: Kein einziger davon wird es nur mit Hilfe eines technischen Analysetools biegen. Du brauchst als Trader das Feeling für das Big Picture (grundlegende Sentiment, übergeordnete Marktphase). Nur so kannst du wissen, wann du mit welchen Strategien arbeiten musst. Und dieses Big Picture des Marktes vermittelt dir die Technische Analyse nun mal nicht klar und deutlich.

Das 2,6,2 Muster

Schaust du genauer hin, fällt dir meistens ein besonderes Muster bei der Gewinn- und Verlustverteilung von robusten Retail-Trading Strategien auf. Von zehn Trades landen zwei bis drei im ISL (Initial Stop Loss). Vier bis sechs liefern kleinere Verluste oder Gewinne und wiederum zwei bis drei Trades pushen dein Konto mit dicken Gewinnen. Die ‚Solala Trades‘ matchen sich gegenseitig zu einer schwarzen Null. Dein Erfolg als Trader wird demnach entscheidend davon abhängen, um wieviel höher du die restlichen dicken Gewinntrades im Gegensatz zu den ISL Verlusten pushen kannst. Um hierbei zu punkten gibt es Exitstrategien, wie der Scaleout im Verlust, das Pyramidisieren im Gewinnfall und natürlich clever nachgezogene Trailingstops. Ich würde behaupten: 80 Prozent trägt der Exit zum Erwartungswert einer Trading Strategie bei. Die restlichen 20 Prozent liefert ein gut überlegter Einstieg in eine Position. Die absolute Rendite wird hingegen erheblich durch die Anzahl guter Tradingchancen aber auch das Risiko pro Trade (Positionsgröße) beeinflusst. Ob oder welches Technische Analyse Tool du für dein Trading verwendest, ist zweitrangig.

Was du aus dem Experiment mitnehmen solltest (Takeaways)

  • Die Traderichtung ist irrelevant für deine Profitabilität.
  • Betreibe aktives Trademanagement und stimme so dein jeweiliges Traderisiko mit neuen Informationen aus dem Preisverlauf ab (über die Positionsgröße respektive Exit).
  • Setze nur Tradingideen um, bei denen du einen möglichst kleinen, aber sinnvollen anfänglichen Stop Loss bestimmen kannst (der wahre Vorteil eines guten Entry).
  • Warte nicht auf zuviel Bestätigung des Kursverhaltens, wenn du eine Position eröffnest. In vielen Situationen verschlechtert sich das CRV dadurch deutlich. Die Prognoseleistung für einen Trade erfährt dagegen kaum Verbesserung.

Schlussglocke

Mit diesem Artikel möchte ich helfen, dir eine neue Denkweise auf das Traden zu ermöglichen. Und zwar weg vom perfekten Einstieg, um gute Kursprognosen zu erhalten – hin zum perfekten Einstieg, um frühzeitig und mit kleinem Stop in den Markt zu kommen. Sei vorsichtig, wenn dir jemand vermitteln möchte, dass du Kurse exakt vorhersagen musst, um als Trader erfolgreich zu sein. Mein Experiment legt eindrucksvoll das Gegenteil nahe. Dauerhafte Gewinne entstehen durch gute Skills im Risikomanagement. Cheers, Ingmar Folk

Jetzt bist du dran!

Welche gerade gezeigten Technischen Analyse Tools benutzt du beim Trading: Chartmuster, Indikatoren oder Widerstandslinien? Ab damit ins Kommentarfeld!

Über den Autor:

Herr Folk beschäftig sich seit fast 15 Jahren mit dem aktiven Futures Day Trading. Mittlerweile tradet er auch CFDs auf dem Dailychart. Dank eines ungewöhnlichen Langzeit-Experiments zum Traden mit einem Zufallseinstieg-Setup, konnte er einige populäre Mythen aus dem Bereich Börse aus den Angeln heben. Das macht ihm Spaß und dieses Wissen möchte er gerne mit anderen interessierten Tradern teilen.

Candlestick Charts and Patterns

Candlestick charts are perhaps the most popular trading chart. With a wealth of data hidden within each candle, the patterns form the basis for many a trade or trading strategy.

Here we explain the candlestick and each element of the candle itself. Then we explain common candlestick patterns like the doji, hammer and gravestone. Beyond that, we explore some of the strategy, and chart analysis with short tutorials. Reading candlestick charts provides a solid foundation for technical analysis and winning binary options strategy.

Japanese Candlestick Charts Explained

Japanese Candlesticks are one of the most widely used chart types. The charts show a lot of information, and do so in a highly visual way, making it easy for traders to see potential trading signals or trends and perform analysis with greater speed. So let us explain what Japanese Candlesticks are, how the “candles” are created and basic candlestick interpretation.

It’s a fact that many novice traders, new to the trading industry, focus on candlesticks because they are easy to understand and give a feeling of real trading to someone. But it’s also a fact that nobody made money only using candlestick patterns. Many new traders are excited because they have some good results in the beginning by candlestick patterns without spending much time reading about trading, but in the long run they fail and they come back to learn more.

Candlestick patterns are a good tool, but only for confirmation. Of course every trader should know how to read the candles. I believe this is “Lesson #1” for the new traders. If you know how to read the candles properly, you can use them for confirmation in your trades – but first you must know the basics

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Candlestick Patterns

Japanese Candlesticks are a type of chart which shows the high, low, open and close of an assets price, as well as quickly showing whether the asset finished higher or lower over a specific period, by creating an easy to read, simple, interpretation of the market. Candlesticks can be used for all time frames – from a 1 minute chart right up to weekly and yearly charts, and have a long and rich history dating back to the feudal rice markets of ancient Samurai dominated Japan. When information is presented in such a way, it makes it relatively easy – compared to other forms of charts – to perform analysis and spot trade signals.

To understand how this works, we’ll need to look at how each bar is constructed. As indicated, each candle provides information on the open, close, high and low of an assets price. Each reflects the time period you have selected for your chart. For example, if a 5 minute chart was used each candle shows the open, close, high and low price information for a 5 minute period. When 5 minutes has elapsed a new 5 minute candle starts.

The same process occurs whether you use a 1 minute chart or a weekly chart.The open and close are marked by the “fat” part of the candlestick. This is called the real body, and represents the difference between the open and close. If the close is higher than the open, the candle will be green or white; if the close is lower than open the bar will be red or black but other colors can often be found on different charts.

The open or close are not necessarily the high or low price points of the period though. The high and low prices for the period are marked by a “wick” or “upper shadow” and “lower shadow.” The high point of the upper shadow gives the highest price the asset went during that period, and the low point of the lower shadow gives the lowest price the asset went during that period.

If there are no upper or lower shadow it means the open and close were also the high and low for that period which in itself is a kind of signal of market strength and direction. Occasionally you will also see bars that are nearly all upper and/or lower shadow, with very little real body. These are called dojis and have special meaning, a market in balance, and often give strong signals.

Strategy Basics

Due to the highly visual construction of candlesticks there are many signals and patterns which traders use for analysis and to establish trades. Some patterns will be classed as ‘advanced strategies’, but there are general principles that those new to Japanese Candlestick charts should understand. Here are a few, I’ll go into more detail on some of these ideas further along in this discussion.

  • A long real body indicates stronger pressure than a small real body. For example, a long green body represents stronger buying pressure than a small green body. A long red body represents stronger selling pressure than a small red body.
  • Shadows can be used to determine what group of traders–buyers or sellers–was strongest at the close of a candle. While not always, it is quite possible that the strongest group at the close of the prior bar will be strongest heading into the next bar.
  • A long lower shadow with very little upper shadow indicates sellers tried to push the price down, but ultimately the buyers succeeded in pushing the price back up and were strong at the close.
  • A long upper shadow with very little lower shadow indicates buyers tried to push the price up, but ultimately the sellers succeeded in pushing the price back down and were strong at the close.

Interpreting Tails

What many traders fail to pay attention to is the tails or wicks of a candle. They mark the highs and lows in price which occurred over the price period, and show where the price closed in relation to the high and low. During an average day of trading upper and lower shadows are commonly formed, and they don’t really mean that much. But on some days, as when the price is trading near support or resistance levels, or along a trend line, or during a news event, a strong shadow may form and create a trading signal of real importance.

If there is one thing that everyone should remember about the candle wicks, shadows and tails is that they are fantastic indications of support, resistance and potential turning points in the market. To illustrate this point lets look at two very specific candle signals that incorporate long upper or lower shadows.

The Hammer

The hammer is a candle that has a long lower tail and a small body near the top of the candle. It shows that during that period (whether 1 minute, 5 minute or daily candlesticks) that price opened and fell quite a distance, but rallied back to close near (above or below) the open. This is sign that buyers stepped into a weak market and are “hammering out a bottom.”

Long lower tails are seen all over the place, and aren’t significant on their own. But they are significant when a long lower tail–hammer–is seen near support. It indicates the sellers tried to push the price through support but failed, and now the buyers are likely to take price higher again. The thing to remember here is that a hammer could indicate a new area of support as well.

Figure 1 shows an example of a hammer candle on the USDJPY Daily Chart.

Three candles, all with long tails occurred in the same price area and had very similar price lows. That three long tailed candles all respected the same area showed there was strong support at 100.800. When the hammer occurred (third candle in the series with the red area below it) it showed that price was likely to continue higher, since sellers had tried to push the price lower, but couldn’t.

The Gravestone

The gravestone (or ‘tombstone’) is a candle that has a long upper tail and a small body near the bottom of the candle, opposite of the hammer. It shows that during the period (whether 1 minute, 5 minute or daily candlesticks) that price opened then rallied quite a distance, but then fell to close near (above or below) the open. This is sign that sellers stepped into a hot market and created a graveyard for the buyers.

Long upper tails are seen all over the place, and are not significant on their own. But they are significant when a long upper tail–gravestone–is seen near resistance, unless of course a new resistance level is being set. It indicates the buyers tried to push the price through resistance but failed, and now the sellers are likely to take price lower again.

Figure 2 shows an example of a gravestone candle on the EURUSD hourly chart.

The price tested this resistance area multiple times, finally it broke above it, but within the same bar (one hour) the price collapsed back. This indicated the buyers didn’t have control and that the breakout would likely fail. The price did proceed lower from there.

Tails, Wicks And Shadows

Look for them on candles, they are important. Multiple long tails in one area, like in figure 1, show there is a support or resistance there. If a hammer or gravestone candle occurs near support or resistance, expect a reversal since the support/resistance has held. A hammer opens and closes near the top of the candle, and has a long lower tail. A gravestone opens and closes near the bottom of the candle, and has a long upper tail. By themselves they can give shady signals so beware, when used with other analysis like support/resistance, stochastic, MACD, trend line etc are a very powerful tool of the modern trader. The next thing to look out for is the doji, a candle that combines traits of the hammer and gravestone into one powerful signal.

Doji Strategy for Binary Options

Dojis are among the most powerful candlestick signals, if you are not using them you should be. Candlesticks are by far the best method of charting for binary options and of the many signals derived from candlestick charting dojis are among the most popular and easy to spot.

There are several types of dojis to be aware of but they all share a few common traits. First, they are candles with little to no visible body, that is, the open and closing price of that sessions trading are equal or very, very close together. Dojis also tend to have pronounced shadows, either upper or lower or both. These traits combine to give deep insight into the market and can show times of balance as well as extremes. In terms of signals they are pretty accurate at pinpointing market reversals, provided you read them correctly.

Like all signals, doji candles can appear at any time for just about any reason. All they really signify is a balance of today’s traders; if buyers and sellers are in balance during a session price action will remain stable. It takes other factors to give the doji true importance such as volume, size and position relative to technical price levels. Truly important dojis are rarer than most candle signals but also more reliable to trade on. Here are some things to consider.

First, how big is the doji. If it is relatively small, as in it has short upper and lower shadows, it may be nothing more than a spinning top style candle and representative of a drifting market and one without direction. If however the doji shadows encompass a range larger than normal the strength of the signal increases, and increases relative to the size of the doji. Candles with extremely large shadows are called long legged dojis and are the strongest of all doji signals.

Second is where the doji appears; does it appear at a support or resistance line or is it floating in a no man’s land between two support/resistance targets. If it is not near a support/resistance line the signal is much weaker than if it is confirming a support or resistance. In fact, if the shadow, either upper or lower, crosses one of these lines and then closes above/below it the signal is quite strong indeed.

One of this type appearing at support may be a shooting star, pin bar or hanging man signal; one occurring at support may be a tombstone or a hammer signal. Look at the example below. There are numerous candles that fit the basic definition of a doji but only one stands out as a valid signal. This doji is long legged, appears at support and closes above that support level.

Another confirming indication that a doji is a strong signal and not a fake one is volume. The higher the volume the better as it is an indication of market commitment. In respect to the above example it means that price has corrected to an extreme, and at that extreme buyers stepped in. It also means that near term sellers have disappeared, or all those who wanted to sell are now out of the market, leaving the road clear for bullish price action.

Doji’s can be trend following or indicate reversals so that must be considered as well. A doji confirming support during a clear uptrend is a trend following signal while one occurring at a peak during the same trend may indicate a correction. The same is true for down trends. Failing to account for trend, or range bound conditions, can be the difference between a profitable entry or not.

Breakout Strategy – Setup A Robot

The below demo video, explains how to configure a robot using the builder feature at IQ Option. The video explain how to specifically setup a strategy based on candlesticks, and doji patterns within them;

Doji Patterns – Conclusions

While doji’s can be fantastic signals for binary options they should be considered a signal to look for entry, and not as an entry itself. In the example above a call option is clearly the correct thing to do but if purchased at the close of the doji, it could easily have resulted in a loss. The doji shows support like sonar shows the bottom of the ocean but that does not mean a reversal will happen immediately. The best thing to do is to wait for at least the next candle and target an entry close to support. This same is true for resistance as well.

Doji’s are also fine to use in any time frame but remember the rules. When changing time frames add this; the doji’s size and analysis is relative to other doji’s and candles in that time frame. A long legged doji doesn’t mean the same thing if they appear frequently on the charts unless it is significantly larger the average long legged doji.

Expiry will be your final concern. If entry is taken very close to the targeted support/resistance level a one or two bar expiry is most likely all you will need but it may be prudent to extend that out to 5 bars just to make sure.

Chart Patterns Explained

Have you ever heard the saying, “can’t see the forest for the trees”? This is a very apt saying that simply means getting caught up in the small things and not seeing the bigger picture. This can happen all to often when trading and is especially common among newer traders. This can happen in a number of ways such as too many indicators, paying too much attention to minor day to day fluctuations or in the case of today’s discussion, paying to much attention to your Japanese Candlesticks. Candlesticks, and candlestick charting, are one of the top methods of analyzing financial charts but like all indicators can provide just as many bad or false signals as it does good ones. For that reason alone it is a good idea to filter any candle signal with some other indicator or analysis.

I’m going to assume that you already know something about candles because you are this deep into the article already. I like them because they offer so much more insight into price action. Switching from a line chart to an O-H-L-C chart to a candlestick chart is like bringing the market into focus. The candles jump off the chart and scream things like Doji, Harami and other basic price patterns that can alter the course of the market. The thing is, these patterns can happen everyday. Which ones are the ones you want to use for your signals? That is the question on the mind of any one who has tried and failed to trade with this technique.

Candlestick Analysis – Examples

Look at the chart below; a new candle forms every day. Some day a bullish candle, some days a bearish one, some times two or more days combine to form a larger pattern. Not all of them result in the “expected” movement. Look at the chart below. I have marked 8 candle patterns widely used by traders that failed to perform as expected.

Why is this you may ask yourself? It all comes down to where the signals occur relative to past price action. When I start to add other indicators to the charts it may become clearer. The first and foremost reason is that the candle patterns I have marked do not take any other technical or fundamental factors into account. I know that as binary traders we do not use much fundamental analysis but any trader worth his salt has at least a minor grip on the underlying market conditions. After that some simple additions to the chart can help to give some perspective and allow you to see the forest, and not just the trees.

Time frame is one important factor when analyzing candlesticks. The very first thing I like to do is to literally take a step back from my standard chart for a better view of the market. I use charts of daily prices with 6 months or one year of data. To get the broadest view I can I use a chart with 5 or 10 years of data. The 5 year chart is where I draw support, resistance and trend lines that will have the most importance in my later analysis. Having an idea of where price action, and the candlesticks, are in relation to the long term trend and areas of support/resistance is crucial to interpretation. A candle signal occurring at or near a long term line is of far more value than one that is near a shorter term line. You can use weekly bars or daily, it doesn’t matter, but sometimes a really strong candle signal will appear on the weekly charts too.

Moving Averages

Moving averages are another good way to help weed out bad candlestick signals. There are many types of moving averages but I like to use the exponential moving average because it tracks prices more closely than the simple moving average. I use the 30 bar and 150 bar moving averages but you can use any duration that works for you. The point is to use the EMA’s to help confirm or deny potential candle signals. In theory, each moving average represents a group of traders; the 30 day EMA short term traders and the 150 day EMA longer term traders. A candlestick signal that fires along the moving averages is a sign that that group of traders is behind the move. A signal along the 30 bar EMA would not be as strong as a signal along the 150 bar EMA while a signal that fired while the two EMA’s were tracking alongside each other would be the strongest of all.

Volume

Volume is a third factor that I like to take into consideration when analyzing candle charts. Volume is one of the most important drivers of an assets price. The more people that want to buy an asset the higher and quicker prices will move up. The more people that want to sell an asset the lower and quicker prices will drop. This can also be applied to candlesticks, the more volume during a given candle signal the more important of a signal it will be. Further, if volume rises on the second or third day of a signal that is additional sign that the signal is a good one.

Take a look at the chart below. I have redrawn support, resistance, trend lines and moving averages. Then I looked for candle signals along those lines and correlated volume spike to them. Using the additional analysis techniques the 8 losses on the chart above could have been avoided and instead been turned into these dozen or so winning trades. The volume does not spike on every signal but there are a few significant spikes to see.

Reading Charts – Closing Guide

There are many candlestick patterns for you to explore if you enjoy this type of “visual” trading style, I’ve barely scratched the surface. Candlestick patterns are useful for both short and long-term trades as these patterns occur on one minute charts right up to weekly charts (or longer). Looking at a chart you’ll see lots of patterns, the key is to understand which ones are really signals and which ones are just random market movements. Be selective, and only trade when there are confirming factors and indicators. Use other technical analysis methods to validate all patterns. For example, a bullish engulfing pattern that occurs at a support level is more likely to work out than if a bullish engulfing pattern occurs on its own

Der GodmodeTrader Charttechnik- und Tradinglehrgang

Die japanischen Kerzencharts (Candle Sticks Charts) sind eine der ältesten und exaktesten Versionen der Chartdarstellung bzw. der Charttypen. Neben Informationen über den aktuellen Verlauf eines Basiswertes lassen sich aus den Candlestick-Chart-Formationen auch direkte Kauf- oder Verkaufssignale ableiten.

Es waren die Japaner, die im 16. Jahrhundert eine Methode der Technischen Analyse entwickelten, um Preise von Reiskontrakten zu analysieren, die an der Börse Osaka gehandelt wurden. Die Technik, derer sich die Japaner damals bedienten und auch noch heute benutzen, nennt sich Candlestick-Chartanalyse und entstand noch vor den heute vor allem im Westen gebräuchlichen Balken- sowie Point & Figure-Charts.

Bitte beachten Sie auch unsere Ratgeber zum Thema Charttechnik. Hier werden verschiedene Analysekonzepte, Charttypen und Darstellungsformen, Methoden zur Kurszielbemessung, die wichtigsten Standardwerkzeuge und auch Praxisbeispiele detailliert erläutert. Den Charttechnik Ratgeber können Sie hier kostenfrei downloaden.

Candlesticks-Charts: Die Erklärung

Candlestick-Charts zeigen die Eröffnung, das Hoch, das Tief und die Schlusskurse in einem Format, dass den modernen Tagesbalken-Charts sehr ähnlich ist.

Artikel des Autors Steve Nison, welche die Candlestick-Charts erklären, erschienen im „Futures Magazine“ im Dezember 1989 und im April 1990 – Sie sehen, dass es einige Zeit gedauert hat, bis im Westen die östlichen Analyse-Methoden einem breiteren Publikum nähergebracht wurden. Das bekannteste Buch über das Thema Candlestick-Charts ist „Japanese Candlestick Charting Techniques“ von dem eben beschriebenen Autor Steve Nison. Es ist mittlerweile auch in deutscher Sprache erschienen („Technische Analyse mit Candlesticks. Alle wichtigen Formationen und ihr Praxiseinsatz“).

Candlestick-Charts illustrieren Angebot- und Nachfragekonzepte, die durch die klassischen Technischen Analyse-Theorien definiert werden nämlich auf eine visuell sehr ansprechende Art und Weise, dazu im weiteren Verlauf dieser Lesson mehr. Aus den historischen Kursverläufen lassen sich Prognosen für die Zukunft treffen.

Da Candlestick-Charts die Relation zwischen Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusspreisen anzeigen, können sie nicht mit Wertpapieren verwendet werden, die nur Schlusskurse beinhalten. Sie sollten auch nicht bei solchen Wertpapieren angewendet werden, denen die Eröffnungskurse fehlen.

Die Bewegung vom Eröffnungskurs zum Schlusskurs bildet den Kerzenkörper (siehe Abbildung 1). Der Kerzenkörper ist schwarz, wenn der Schlusskurs unter dem Eröffnungskurs liegt, und der Tagesverlauf somit negativ war. Liegt der Schlusskurs oberhalb des Eröffnungskurses, ist der Kerzenkörper weiß. Die Japaner benutzen statt weißer rote Kerzen. Manchmal sehen Sie jedoch in einem Chart rote und weiße Kerzen, die roten Candlesticks nehmen in diesem Fall meistens die Stelle der schwarzen Candlesticks ein, doch lassen Sie sich nicht verwirren: Es ist aus den Trendbewegungen leicht ersichtlich, wie der jeweilige Chartanwender die Farbkennzeichnung verwendet hat. An dieser Stelle wird schon ersichtlich, dass sowohl der Eröffnungskurs als auch der Schlusskurs für die Analyse der täglichen Kursbewegungen sehr wichtig ist.

Die Kursbewegungen oberhalb und unterhalb des Kerzenkörpers werden als oberer und unterer Schatten bezeichnet. Es gibt noch andere Bezeichnungen für den Schatten. So wird die Linie von der Oberkante des Kerzenkörpers bis zum Höchstkurs auch Docht genannt. Umgekehrt wird die Linie von der Unterkante des Kerzenkörpers bis zum Tiefstkurs auch Lunte genannt. Je nachdem, wie weit die Höchst- beziehungsweise Tiefstkurse vom Kerzenkörper entfernt sind, sind die Schatten entsprechend lang oder kurz.

Candlestick-Charts können auf Charts mit allen Intervallen angewendet werden, es spielt also keine Rolle, ob Sie Wochen-, Tages- oder auch Intraday-Charts für die Analyse verwenden.

Im Vergleich zu den Barcharts stellen sich Candlestick-Charts wie in der nachfolgenden Abbildung 2 dar.

Neben den Candlestick-Charts gibt es diverse weitere Arten der Chartdarstellung. Hier finden Sie einen kompakten Überblick.

Wichtige Candlestick-Chart Patterns und Analyse

Die Candlesticks werden einzeln nach ihren Formen und gemeinsam mit anderen Kerzen analysiert und gedeutet. Dabei werden verschiedenen Kombinationen unterschiedlich gestalteter Kerzen Namen sowie Bedeutungen für den weiteren Verlauf der Kurse zugeordnet. Eine japanische Candlestick-Formation kann aus einer einzelnen Kerze oder einer Kombination aus mehreren, normalerweise nicht mehr als fünf, Kerzen bestehen.

Die meisten Candlestick-Formationen deuten den Stillstand eines Trends oder eine Trendumkehr an. Candlestick-Formationen, die auf die Fortsetzung eines Trends hindeuten, sind relativ selten. Die Interpretationen einer Trendumkehr in einem Candlestick-Chart hängt sehr mit dem Chartmuster einer Trendumkehr in der Barchart-Analyse zusammen. So kann beispielsweise ein Key-Reversal-Day in einem Barchart auch von einem Bullish-Belt-Hold beziehungsweise einem Bearish-Belt-Hold in einem Candlestick-Chart dargestellt werden (siehe weiter unten).

Ein wichtiger zu beachtender Punkt bei der Beurteilung, ob eine Formation bullish oder bearish ist, ist die Trendrichtung des Marktes vor Ausbildung der Formation. So können zum Beispiel in einem Aufwärtstrend keine bullishen Umkehrformation entstehen. Zwar können die Candlesticks einer bullishen Formation gleichen, doch wenn der Trend abwärts gerichtet ist, handelt es sich nicht um eine bullishe japanische Candlestick-Formation. Genauso können Candlesticks in einem Abwärtstrend keine bearishe Formation besitzen. Aufgrund dessen müssen Sie den Trend bestimmen, bevor Sie eine japanische Candlestick-Formation effektiv nutzen können.

Grundsätzlich dürfen von der Candlestick-Charttechnik keine unumstößlichen Gesetzmäßigkeiten erwartet werden, denen der Kurs folgen muss.

Vielmehr liefert die Technik der Candlestick-Charts ein momentanes Stimmungsbild der Börsenteilnehmer. Und darin besteht auch die große Beliebtheit von Candlestick-Charts. Sie kommt nämlich ohne eine zeitliche Verzögerung bei der Bestimmung von Signalen aus und stellt auf eine sehr plastische Weise das Anlegerverhalten inklusive einer entsprechenden Voraussage über zukünftige Kursrichtungen dar – ausgedrückt durch das Verhältnis von Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss.

In diesem Sinne ist die Candlestick-Chartanalyse ein wichtiges, visuell ansprechendes Trading-Tool, das sich auch sehr gut mit anderen Analyseinstrumenten kombinieren lässt.

Die japanische Literatur verweist konstant auf zirka 40 Candlestick-Umkehrformationen. Sie variieren von einzelnen Kerzen bis hin zu komplexeren Formationen von bis zu fünf Kerzen, die weniger beziehungsweise sehr signifikant sein können.

Im Folgenden wollen wir uns einige ausgewählte, signifikante Candlestick-Muster ansehen. (Noch mehr Candle-Stick-Formationen finden Sie auch hier).

Candlestick-Patterns & Formationen

Die japanische Candlestick-Chartanalyse kennt, wie angedeutet, eine Vielzahl von Formationen, das heißt von Verhaltensmustern und deren möglichen Folgen. Im folgenden wollen wir uns auf die Darstellung von Mustern der Candlestick-Chartanalyse konzentrieren, die am häufigsten vorkommen und mit anderen Tools der Technischen Analyse sehr gut kombinierbar sind.

Hammer und Hanging Man

Der Hammer ist eine wichtige Kerzenform mit Haussebedeutung. Als klassischer Hammer wird eine Kerze bezeichnet, die einen kleinen oberen Kerzenkörper (schwarz oder weiß) ohne oberen Schatten (oder mit einem sehr kleinen oberen Schatten) besitzt und einen langen unteren Schatten hat, der mindestens doppelt so lang sein sollte wie der Kerzenkörper des Hammers.

Die Schattenlänge ist deshalb ein wichtiges Kriterium, weil sie zeigt, dass nach einer hohen Eröffnung der Markt stärker fiel und sich zum Schluss wieder sehr stark erholte, um möglichst knapp unter dem Eröffnungskurs beziehungsweise dem Hochkurs des Tages zu schließen.

Die Psychologie, die dahinter steckt: Das Scheitern des Marktes den Verkaufsprozess fortzuführen, reduziert das bearishe Sentiment, und viele Marktteilnehmer fühlen sich unwohl mit ihren Short-Positionen. Falls der Schusskurs über dem Eröffnungskurs liegen sollte, entsteht ein weißer Kerzenkörper. Diese Situation ist natürlich noch besser für die bullishen Marktteilnehmer.

Nach einem ausgeprägten Abwärtstrend wird der Hammer als möglicher unterer Umkehrpunkt, also als bullishes Signal, gewertet, der einen „Boden aushämmert“ beziehungsweise, anders formuliert, wird mit dem Pattern ein Vorgang beschrieben, bei dem der Markt eine Bodenbildung „abklopft“. Achten Sie also darauf, dass ein ausgeprägter Abwärtstrend vorliegt, um einen Hammer auch richtig interpretieren zu können. Eine Bestätigung läge dann vor, wenn am nächsten Tag ein höherer Eröffnungskurs folgen und der Markt noch höher schließen würde.

Nach einem Aufwärtstrend wird das gleiche Kerzenmuster als Hanging-Man („Hängender Mann“) bezeichnet. Tritt nach einer ausgeprägten Aufwärtsbewegung ein Hanging-Man auf, so ist Vorsicht geboten. Generell kann nämlich gesagt werden, dass ein Hanging-Man die Verwundbarkeit eines ausgeprägten Aufwärtstrends andeutet. Aber wann kann der Hanging-Man nun als Umkehrsignal gewertet werden? Nun, für diese Bewertung finden sich in der Fachliteratur unterschiedliche Ansätze, die im Folgenden der Signifikanz nach geordnet sind:

Der erste Ansatz sieht vor, die nächste Kerze abzuwarten. Folgt nämlich dann auf den Hanging Man eine schwarze Kerze mit schwächerer Eröffnung und einem Schlusskurs unter den Kerzenkörper des Hanging Man, so gilt die Umkehrimplikation als bestätigt.

Beim zweiten Ansatz soll eine höhere Signifikanz berücksichtigt werden. Bei dieser Methode wird ein Hanging Man am Ende eines Aufwärtstrends erst dann als Umkehrsignal gewertet, wenn der Kurs an einem der nächsten Tage unterhalb des Tiefpunktes des Hanging Man notiert.

Noch signifikanter ist es, und damit sind wir beim dritten und letzten Ansatz angelangt, wenn man wartet bis der Schlusskurs eines der nachfolgenden Tage oder der nachfolgenden Kerzen unterhalb des Tiefpunktes des Hanging Man notiert.

Entsprechend zum Hammer gilt darüber hinaus generell, je länger der untere Schatten, je kürzer der obere Schatten, je kleiner der Kerzenkörper, desto bedeutender ist der Hanging Man.
Mehr zu diesem Thema: Wie Sie vom klassischen Hammer Profitieren können

Bullish- und Bearish Belt Hold

Das Bullish Belt Hold besteht aus einer weißen Kerze, das heißt der Eröffnungskurs ist sehr tief, der Markt startet eine starke Rally und schließt sehr hoch.

Beim Bearish Belt Hold ist die Eröffnung sehr hoch und der Schlusskurs sehr tief. Je größer die Kerze des Belt Hold ist, umso größer ist die Bedeutung für eine Trendumkehr.

Ein Eröffnungskurs oberhalb eines schwarzen Bearish-Belt-Hold sollte als Warnsignal für einen sich fortsetzenden Aufwärtstrend gewertet werden. In diesem Sinne gilt auch umgekehrt für einen Eröffnungskurs unterhalb der weißen Kerze eines Bullish-Belt-Hold, dass sich der Abwärtstrend fortsetzen sollte.

Bullish- und Bearish Engulfing Pattern

Während es sich sowohl beim Hammer beziehungsweise Hanging-Man als auch beim Bullish- oder Bearish-Belt-Hold um Kerzenmuster handelt, die aus einer Kerze bestehen, setzt sich hingegen ein Engulfing-Pattern aus zwei Kerzen zusammen. Wie sieht ein Engulfing-Pattern aus? Dazu folgende Erläuterung:

Tritt nach einem Abwärtstrend eine lange weiße Kerze nach einer schwarzen Kerze auf, und umschließt die letztere mit ihrem Kerzenkörper den Kerzenkörper der ersten vollständig, so spricht man von einem Engulfing-Pattern. „Engulfing“ bedeutet soviel wie „verschlingend“ und hat damit zu tun, dass der Kerzenkörper der letzten Kerze den der ersten verschlingt oder weniger metaphorisch ausgedrückt um-schlingt. Wichtig, und darauf sollten Sie achten, ist dass der große weiße Kerzenkörper den kleineren schwarzen Kerzenkörper der vorangegangenen Kerze vollständig umschließt. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass auch der Schatten des kleineren schwarzen Kerzenkörpers noch mit umschlungen wird.

Umgekehrt entsteht ein Bearish-Engulfing-Pattern, wenn nach einem Aufwärtstrend eine lange schwarze Kerze nach einer weißen Kerze auftritt und die letztere mit ihrem Kerzenkörper den Kerzenkörper der ersten vollständig umschlingt.

Die Signifikanz eines Engulfing-Patterns erhöht sich zum einen mit zunehmender Länge der Kerzen und zum anderen mit der Länge der letzten Kerze in Relation zur vorangegangenen Kerze. Achten Sie auf die Kerzenlängen beider Kerzen! Sollten diese nämlich in etwa gleich lang sein, so verliert das Pattern an Signifikanz und das Signal für eine Trendumkehr ist dementsprechend schwach. In solchen Situationen ist tendenziell eher von einer sich anschließenden Seitwärtsbewegung der Kurse auszugehen.

Das Engulfing-Pattern ist ein wichtiges Umkehrmuster. Im Falle eines Bearish-Engulfing-Patterns geht den optimistisch gestimmten Marktteilnehmern sozusagen die Luft aus und die Pessimisten reißen das Ruder an sich. Ein nachlassender Kaufdruck geht nahtlos in einen sich verstärkenden Verkaufsdruck über. Im Falle eines Bullish-Engulfing-Pattern verlieren die pessimistisch gestimmten Marktakteure an Kraft und werden von den Bullen abgelöst. Der nachlassende Verkaufsdruck geht in einen steigenden Kaufdruck über, der die Bären zum Eindecken ihrer Positionen zwingt und den Kaufdruck damit verstärkt.

Harami Muster und Harami Cross

Die Umkehrung des Engulfing-Pattern ist das Harami-Muster, welches in der Arbeit mit Barcharts dem „Inside Day“ entspricht. Der Unterschied ist natürlich, dass der traditionelle Inside Day die Hochs und Tiefs verwendet, während hingegen beim Harami nur das Open und das Close von Interesse sind, was im Allgemeinen für die japanische Candlestick-Analyse und –Philosophie gilt.

Bei der Kerzenkombination des Harami-Musters befindet sich ein kleiner Kerzenkörper innerhalb eines großen Kerzenkörpers vom Vortag. Hierbei ist es nicht so wichtig, ob der Schatten des kleinen Kerzenkörpers den Schatten des großen Kerzenkörpers vom Vortag nach oben oder unten überragt. Ein Harami-Muster ist von größerer Bedeutung, wenn am Ende eines Abwärtstrends der große Körper schwarz, und der kleine Körper weiß ist. Dieser positive Harami nach einer Abwärtsbewegung ist ein zuverlässiges Kaufsignal. Auch bei diesem Symbol wird deutlich, dass nach dem Tag mit den deutlich fallenden Kursen ein Tag mit wenig Kursveränderung innerhalb der Bandbreite des vorangegangenen Tages zeigt, dass der Markt unentschlossen und möglicherweise bereit zu einer Trendwende ist.

Die Signalwirkung ist generell umso stärker, je kleiner der kleine Kerzenkörper ausfällt. Das Harami-Muster gilt sowohl als Bullen – als auch in umgekehrter Weise als Bärensignal.

Der Harami-Cross ist eine spezielle Art des Harami-Musters. In diesem Fall liegen der Eröffnungskurs und der Schlusskurs des kleinen Kerzenkörpers sehr eng beieinander, es handelt sich dabei um einen sogenannten Doji, zu dem wir später noch kommen werden. Es gilt als Bottom/Top-Umkehrsignal. Die Interpretation ist mit dem Harami identisch. Der Harami Cross besitzt jedoch mehr Glaubwürdigkeit aufgrund der größeren Unentschlossenheit, die sich im Doji widerspiegelt und ist dementsprechend ein noch größeres Indiz für einen bevorstehenden Trendwechsel.

Das grundlegende Konzept des Doji besteht darin, eine gewisse Unentschlossenheit der Marktteilnehmer widerzuspiegeln. Der Markt steigt und fällt, um doch wieder auf dem Eröffnungsniveau zu schließen. In diesem Sinne wird der Doji auch als momentane Pattsituation im Kampf der Bullen gegen die Bären gewertet. Insofern markiert ein Doji immer relativ wichtige Unterstützungs- und Widerstandslevel und die beschriebene Unentschlossenheit ist eine notwendige Voraussetzung für einen Richtungswechsel am Aktienmarkt. Dojis definieren also ein Kursniveau, das in Zukunft, je nachdem ob die Kurse nach dem Doji steigen oder fallen, als Unterstützung, beziehungsweise als Widerstand, fungiert. Auch diese Deutung der Dojis ist verständlich, denn ein Kursniveau, an dem sich eine Unentschlossenheit der Marktteilnehmer offenbart, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiterhin als kritisches Kursniveau in Erscheinung treten.

Wie schon angedeutet, besitzen Doji in der Regel einen sehr kleinen Körper, da Eröffnungskurs und Schlusskurs eines Tages möglichst eng beieinander liegen sollten, sowie relativ lange obere und untere Schatten besitzen sollten. Insofern ist der Doji in seiner idealtypischen Form eine Kerze, die gewissermaßen nur aus Docht (oberem Schatten) und Lunte (unterem Schatten) besteht. Wichtig ist, dass ein Doji allein noch kein Kauf- oder Verkaufssignal darstellt. Der Doji bringt nämlich für sich allein keine Wende. Ein Doji ist nur in Verbindung mit vorangehenden und nachfolgenden Kerzen zu bewerten. So kann es auch sein, dass ein Doji in unterschiedlichen Formationen, welche aus mehreren Kerzen bestehen, durchaus auch verschiedene Bedeutungen haben kann. Neben dieser reinen Komponentenfunktion von bestimmten Kerzenmustern wirkt ein Doji aber oft als Verstärker bestimmter Musterkonstellationen. Doji besitzen nur am Ende stärkerer Kursbewegungen Aussagekraft. Diese wird dann beispielsweise dadurch erhöht, dass am folgenden Tag ein Engulfing-Pattern auftritt. Insofern könnte also das Engulfing-Pattern mit einem Doji als zweiter Kerze auftreten. In diesem Falle würde dann das entstehende positive „Doji-Engulfing-Pattern“ ein signifikantes Kaufsignal darstellen.

Auch die unterschiedlichen Formen eines Doji beinhalten vielfältige Interpretationsmöglichkeiten. Dabei kommt es neben der Position eines Doji innerhalb eines Kursverlaufes auch auf die Relation des Eröffnungs-/Schlusskurses zu den Höchst- und Tiefstkursen an.

Im Idealfall müssen beim Doji Eröffnungs- und Schlusskurs identisch sein. In der Praxis jedoch wird auch dann eine Figur als Doji gewertet, wenn Eröffnungskurs und Schlusskurs nahe beieinander liegen und nicht genau identisch sind.

Piercing-Pattern und Dark Cloud Cover

Das Piercing-Pattern hat viel Ähnlichkeit mit dem Bullish-Engulfing-Pattern und ausschließlich Gültigkeit am Ende einer Abwärtsbewegung. Während beim Bullish-Engulfing-Pattern der große weiße Kerzenkörper vollständig den kleinen schwarzen Kerzenkörper des Vortages umschließt, muss bei einem guten Signal aufgrund eines Piercing-Patterns der weiße Kerzenkörper mehr als die Hälfte des schwarzen Kerzenkörpers vom Vortag abdecken. Je mehr der weiße Kerzenkörper von dem schwarzen des Vortages abdeckt, umso stärker ist das Umkehrsignal.

Das Piercing-Pattern ist nach einem Abwärtstrend ein Umkehr- beziehungsweise Kaufsignal – das Gegenstück zum Dark Cloud Cover. Je geringer die Durchdringung, desto schwächer ist auch der Gegenangriff der Optimisten. Ist das Piercing-Pattern unvollkommen („Thrusting Pattern“) ist dadurch eher ein neu beginnender Verkaufsdruck zu erwarten. Voraussetzung für eine Trendwende durch ein Piercing- Pattern sind also aggressive Käufe auf niedrigem Niveau. Das Piercing-Pattern beschreibt in der Regel neue Unterstützungszonen. Das Dark Cloud Cover bildet sich, wenn die Kurse am zweiten Tag noch über die Durchbruchslinie hinaus fallen. Wenn also am zweiten Tag, nach freundlicher Börseneröffnung, die Kurse unter den

Schlusskurs bis fast an den Eröffnungskurs des Vortages fallen, signalisiert das eine deutliche Ernüchterung der Börsenteilnehmer. Der Aufwärtstrend ist zumindest in Frage gestellt.

Morning Star und Evening Star

Der Star ist ein kleiner Körper (weiß oder schwarz), der durch eine Kurslücke von den vorhergehenden großen Kerzen getrennt ist. Der Körper des Stars kann sich in dem Schatten der vorhergehenden Kerze befinden, er darf sich nur nicht mit ihm überschneiden. Wenn ein Star nicht aus einem kleinen Körper, sondern aus einem Doji besteht, wird das Muster Doji Star genannt. Star und Doji Star können als Warnsignal einer bevorstehenden Trendumkehr gedeutet werden.

Ein Morning Star ist ein klares Kaufsignal. Er tritt als Bodenumkehrsignal auf und besteht aus drei Kerzen. Die erste Kerze hat einen großen schwarzen Körper, da wir uns immer noch im Abwärtstrend befinden. Die zweite Kerze hat einen sehr kleinen Körper (weiß oder schwarz), der unterhalb des vorangegangenen Kerzenkörpers liegt und mit diesem nicht in Verbindung steht. Die dritte Kerze hat einen großen weißen Körper, der über die Hälfte des schwarzen Kerzenkörpers (zwei Tage zuvor) bedecken sollte. Bei einer idealen Formation liegt der dritte Kerzenkörper oberhalb des zweiten und hat zu diesem keine Verbindung. Zudem sollte deren Schlusskurs im oberen Niveau des Kerzenkörpers der langen schwarzen Kerze liegen. Sollte es sich bei der dritten Kerze um ein Engulfing-Pattern handeln, kann auch dieses als sehr starkes Bodenumkehrsignal gewertet werden.

Der Evening Star ist eine Gipfelbildung nach einem Aufwärtstrend – das Gegenstück zum obigen Morning-Star. Ein Evening Star gilt als Umkehrsignal nach einem starken Aufwärtstrend.

Auch hier arbeiten wir mit drei Kerzen. Die erste Kerze hat einen langen weißen Körper. Die nächste Kerze ist ein Star, dessen Körper schwarz oder weiß sein kann, oberhalb des ersten Kerzenkörpers liegt und mit diesem keine Berührung hat. Die dritte Kerze hat einen großen schwarzen Körper, der weit in den weißen Körper der ersten eindringt (mindestens zur Hälfte). Die dritte Kerze des Evening Star spiegelt dabei das Durchsetzungsvermögen der Pessimisten wieder. Zwischen den Körpern der zweiten Kerze sollte möglichst eine Lücke nach unten sein; dies ist aber keine Bedingung. Je schwächer beziehungsweise negativer die dritte Kerze ist, desto größer auch die

Aussagekraft des Trendumschwungs. In Verbindung mit Widerstandszonen ist ein Evening-Star eine recht deutliche Umkehrformation.

Handelssignale auf Basis von Candlestick-Chartmustern

Wichtig bei der Arbeit mit Candlestick-Charts ist, dass keine zeitlichen Verzögerungen bei der Bestimmung von Handelssignalen auftreten. Bei der nun folgenden Darstellung der Handelssignale habe ich mich auf diejenigen Kerzenmuster konzentriert, die mir als Umkehrmuster besonders wichtig erscheinen. Weitergehend interessierte Leser mögen auch alle anderen Kerzenmuster in ihre Analyse einbeziehen.

Hammer und Hanging Man

Beim Kerzenmuster des Hammers erfolgt der Markteinstieg (Kauf) am Höchstkurs der Kerze mit dem Hammer. Das Stop-Loss wird auf den Tiefstkurs der Kerze gesetzt.

Im umgekehrten Falle des Hanging Man erfolgt der Entry zum Short-Sell zum Tiefstkurs des Tages mit dem invertierten Hammer. Das Stop-Loss wird in diesem Falle auf den Höchstkurs der Marktbewegung, das heisst das Hoch der Kerze des Tages mit dem Hanging Man gesetzt.

Bullish- und Bearish-Engulfing-Pattern

Beim Bullish Engulfing Pattern erfolgt der Entry zum Kauf am Hochkurs der weißen Kerze. Das Stop-Loss wird auf den Tiefstkurs der beiden Kerzen platziert.

Beim Bearish Engulfing Pattern verkaufen wir am Tiefstkurs der langen schwarzen Kerze. Das Stop-Loss wird hierbei auf den Höchstkurs der beiden Kerzen des Musters gesetzt.

Harami-Muster und Harami-Cross

Ein Kaufsignal ergibt sich beim Harami-Muster am Hochkurs der langen schwarzen Kerze. Das Stop-Loss sollte auf den Tiefstkurs der langen schwarzen Kerze platziert werden. Ein alternatives Verkaufsignal ergibt sich am Tiefstkurs der langen weißen Kerze. In diesem Fall liegt das Stop-Loss am Höchstkurs der langen weißen Kerze.

Morning Star und Evening Star

Beim Morning Star kauft man am Höchstkurs der rechten langen weißen Kerze. Das Stop-Loss wird am Tiefstkurs der Formation (dem Tiefstkurs der kurzen weißen Kerze) platziert.

Ein Verkaufssignal ergibt sich beim Evening Star am Tiefstkurs der schwarzen Kerze. Das Stop-Loss befindet sich am Höchstkurs der Formation, nämlich am Höchstkurs der kurzen weißen Kerze.

Die Arbeit mit Kerzenmustern konzentriert sich in der Hauptsache darauf, Trendwechsel sichtbarer zu machen, als dies bei regulären Barcharts möglich ist. In den vorangegangenen Lessons haben wir uns auf die wichtigsten Muster beschränkt, die mit anderen Tools der Technischen Analyse kombiniert werden sollten. Bedenken Sie bitte aber stets, dass das Finden von aussichtsreichen Trading-Setups alleine noch keinen erfolgreichen Trader ausmacht. Dies ist nur der erste Schritt. Disziplin und vor allem das richtige Money- und Risikomanagement führen erst zum langfristigen Erfolg. Falls Sie hierzu mehr erfahren wollen, finden Sie hier einen umfangreichen Ratgeber. Hier geht’s zum kostenfreien Download!

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Candlestick-Analyse – Bedeutung, Formationen & Muster

Candlesticks oder Kerzencharts sind Instrumente für die Aktienanalyse. Sie sehen aus wie stilisierte Kerzen. Mancher Analyst schwört darauf.

Alles über die Candlestick-Analyse

Definition: Ein zeitlich komprimierter Chart, der Informationen über das Marktgeschehen liefert

Prägung: In der westlichen Welt durch Steve Nisons Buch “Japanese Candlestick Charting Technique”, in Japan bekannt seit dem 18. Jahrhundert

Zusammensetzung: Kerzenkörper, Docht und Schatten (seltener: Lunte), aufwärtsgerichtet oder abwärtsgerichtet

Art und Weise der Analyse: Suche nach bekannten Formationen, die auf zukünftige Entwicklungen hindeuten

Erfolgsaussichten: Formationen müssen richtig erkannt und konservativ interpretiert werden

Einteilung: Kerzenmuster bestehen aus Einzelkerzen oder mehreren aufeinanderfolgenden Kerzen

Charts lassen sich auf unterschiedliche Weise darstellen, der grafischen Darstellung von Zusammenhängen, Veränderungen und Verläufen sind wenige Grenzen gesetzt. In Abhängigkeit von Anleger und Sachverhalt sind einzelne Darstellungsweisen beliebter als andere, eine spezielle Beliebtheit genießt in diesem Zusammenhang der Candlestick Chart. Das Finanzdiagramm wird vielerorts verwendet, da es mit geringem Aufwand gute Analyseergebnisse erzielen lässt.

In diesem Artikel soll das Diagramm genauer vorgestellt sowie erklärt werden, wie es funktioniert und warum es derart bedeutsam ist. Gleichzeitig werden ein paar der bekanntesten Arten von Candlestick Charts mit ihren Chartmustern und Formationen vorgestellt, beschrieben sowie ihre Bedeutsamkeit bei der Candlestick-Analyse hervorgehoben.

Definition: Was ist eine Candlestick-Analyse?

Candlestick Charts stellen den Kursverlauf grafisch dar. In diesem Zusammenhang werden die Kursbewegungen neben einer klassischen auf- oder absteigenden Linie in der Regel durch grüne und rote Balken repräsentiert, die sogenannten Kerzen. Entsprechend ähneln Candlestick Charts Balkencharts. Die Kerzen beschreiben in ihrem jeweiligen Zeitintervall vier unterschiedliche Informationswerte, die eine zentrale Bedeutung für die Interpretation des Charts haben.

Vier Informationswerte des Candlestick Charts:

  • Höchstkurs
  • Niedrigstkurs
  • Öffnungskurs
  • Schließungskurs
Hinweis

Schwarz-weiße Candlestick Charts sind schwerer zu lesen. Die Balkencharts haben dann keine unterscheidenden Farben. Dort ist die bärische Kerze schwarz, während die bullische Kerze weiß, beziehungsweise unausgefüllt bleibt. Es existieren andere Varianten, dann sollte gerade in schwarz-weißen Charts ein entsprechender Hinweis vorhanden sein.

Bedeutung der Candlesticks

Die Candlesticks bieten mit ihren farbigen Balken einen höheren Informationsgehalt als normale Liniencharts. Es handelt sich bei dieser Charttechnik um eine differenzierte Darstellung eines klassischen Liniencharts. Die Gefahr: Vielen Anlegern, die neu in der Finanzwelt sind, bleibt der tiefere Sinn der Balken verborgen.

Als schwierig stellt sich speziell die Tatsache dar, dass die einzelnen Kerzen in ihrer Länge von den Angaben des Nutzers abhängig sind. Das bedeutet, dass das Candlestick-Darstellungsbild sowohl auf den ersten Blick schwer zu interpretieren ist und durch die Einstellungen des Nutzers festgelegt wird.

Dieser kann einstellen, wie lang die angezeigte Zeitperiode, in der eine Kerze gebildet wird, ausfallen soll. Diese kann 30 Sekunden, eine Minute oder einen anderen beliebigen Wert betragen. Nach Ablauf der Periode wird die Kerze beendet und die nächste beginnt. Häufige Zeitperioden sind eine Stunde, vier Stunden oder ein Tag.

Ein komprimierter Chart

Im Grunde lässt sich die Candlestick Charttechnik als ein auf eine bestimmte Zeitspanne komprimierter Linienchart beschreiben. Eine Einzelkerze wächst im Zeitverlauf und markiert durch ihren oberen und unteren Rand den Anfangs- und Endstand des beschriebenen Kurses. Der Docht am oberen Ende markiert im Kursverlauf den Höchststand, den der Kurs während der Periode erreicht hat. Gleichzeitig markiert ein weiterer Docht an der Unterseite der Kerze den niedrigsten Stand des Kurses in dieser Zeitperiode.

Die Hauptkomponenten eines Candlestick Charts

Wie oben angesprochen, besteht der Candlestick Chart aus verschiedenen Komponenten, die verschiedene Bedeutungen besitzen. In der folgenden Tabelle werden diese Hauptkomponenten übersichtlich dargestellt und erklärt. Die Tabelle unterteilt sich in zwei Bereiche. Dies liegt darin begründet, dass es mit grünen und roten Kerzen zwei unterschiedliche Arten von Kerzen gibt. Deren Komponenten haben leicht unterschiedliche Bedeutungen.

Art der Kerze Kerzenkomponente Bedeutung
Grüne Kerzen (bullische Kerze)

Die obere Dochtspitze Der maximale Kurswert in der gewählten Zeitperiode Der obere Kerzenrand Der Kurswert zumEnde der gewählten Zeitperiode Der Kerzenkörper Der Kursgewinn innerhalb der gewählten Zeitperiode Der untere Kerzenrand Der Kurswert zu Beginn der gewählten Zeitperiode Die untere Dochtspitze Der minimale Kurswert in der gewählten Zeitperiode Rote Kerzen (bärische Kerze) Die obere Dochtspitze Der maximale Kurswert in der gewählten Zeitperiode Der obere Kerzenrand Der Kurswert zum Anfang der gewählten Zeitperiode Der Kerzenkörper Der Kursverlust innerhalb der gewählten Zeitperiode Der untere Kerzenrand Der Kurswert zum Ende der gewählten Zeitperiode Die untere Dochtspitze Der minimale Kurswert in der gewählten Zeitperiode

Wie aus der Tabelle ersichtlich, haben die Längen der Candlesticks sowie die Länge der Dochte eine besondere Bedeutung. Diese wird in den nächsten Abschnitten noch deutlicher erläutert. Zugleich werden die sogenanntenCandlestick Schatten näher beschrieben, eine andere Bezeichnung für den unteren Docht der Kerzen.

Hinweis

Die Standardeinstellung der meisten Charts zeigt Kurse mit Kursgewinn als grüne Kerzen, Kerzen mit Kursverlusten werden in rot dargestellt. In Abhängigkeit des Anbieters oder persönlicher Einstellungen können andere Farben angezeigt werden.

Die Größe und Länge der Candlesticks

Warum aber sind verschiedene Kerzen unterschiedlich lang, obwohl sie die gleiche Zeitspanne repräsentieren? Die Größe eines Candlesticks und zugleich seine Länge werden anders als die Zeitspanne nicht vom Nutzer bestimmt.

Da die Zeitspanne zu Beginn festgelegt wird und sich nicht ändert, repräsentiert jede Kerze die gleiche Dauer. Der Kurs verändert sich in unterschiedlichen Zeitperioden in der Regel unterschiedlich stark. Da die Länge des Kerzenkörpers die Kursveränderung in dieser Zeit repräsentiert, sind die Kerzenkörper logischerweise unterschiedlich lang.

Open- & Close-Kurs-Korrelationen

Das Candlestick Chart stellt somit anschaulich denZusammenhang zwischen dem Eröffnungskurs und Schlusskurs dar. Die Länge der Kerze zeigt die Kursveränderung an. Längere Kerzen bedeuten eine größere Diskrepanz zwischen dem Open Kurs und dem Close Kurs in der Zeitperiode. Große Kerzen deuten entsprechend auf große Kursveränderungen hin, während kleine Kerzen für wenig Variabilität sprechen.

Hinweis

Kerzen ohne Körper werden Doji Candlestick genannt. Diese Kerzen repräsentieren keine oder wenig Kursveränderungen zwischen Start und Ende der Zeitperiode. Teilweise kann dies eine Trendumkehr bedeuten. Teilweise werden Candlesticks Doji genannt, die sehr kleine Kerzenkörper besitzen. Strenggenommen heißen aber ausschließlich jene Kerzen Dojis, die in einer Zeitperiode exakt den gleichen Eröffnungskurs und Schlusskurs besitzen.

Candlestick Schatten und deren Verhältnis

Was in diesem Artikel bislang als Docht bezeichnet wurde, wird in Fachkreisen teilweise als Schatten betitelt, seltener als Lunte. All diese Begriffe haben in diesem Zusammenhang die gleiche Bedeutung. Es geht um die Linien, die oben und unten aus den Kerzenkörpern herauslaufen und unterschiedlich lang sein können. Teilweise werden diese beiden Linien unterschiedlich benannt, teilweise gleich. Bei unterschiedlicher Benennung wird die obere Linie als Docht und dieuntere Linie als Schatten oder Lunte bezeichnet.

Teilweise sind die Schatten lang, teilweise sind sie kurz oder nicht existent. Dies hängt alles davon ab, ob das Ende der Candle-Periode zum Zeitpunkt des Tiefstkurses/Höchstkurses der Periode erfolgt oder nicht. Wie zuvor beschrieben, zeigt die Spitze des Schattens an, wie weit der Kurs innerhalb der Kursperiode maximal gesunken oder gestiegen ist.

Das Verhältnis zwischen dem Docht und dem Schatten eines Candlesticks ist in vielen Fällen unterschiedlich. Ein informierter Analyst kann darauf entsprechend verschiedene Rückschlüsse ziehen. Diese deuten, in Abhängigkeit der Länge der Kerzenlinien, auf die zurückliegende Aktivität verschiedener Marktteilnehmer hin.

Das Verhältnis von langen und kurzen Kerzenschatten/Kerzendochten:

  • Langer Docht: Ein langer Docht bedeutet in der Regel, dass in der zurückliegenden Periode viele Käufe getätigt wurden. Der Kurs ist in die Höhe geschnellt, Verkäufer haben den Kurs anschließend erneut nach unten gedrückt. Lange Dochte entspringen in vielen Fällen einem starken Start- oder Schlusskurs.
  • Langer Schatten: Ein langer Schatten zeigt das Gegenteil. In dieser Periode haben Verkäufer dominiert und den Preis nach unten gedrückt. Anschließend haben Käufer aufgrund der attraktiven Preise begonnen zu kaufen und der Kurs ist gestiegen. Die Periode schließt in der Regel mit einem starken Schlusskurs, was den Schatten verlängert.
  • Kurzer Docht: Bei einem kurzen Docht einer grünen Kerze endete die Periode nah am Periodenhoch. Das lässt den Rückschluss zu, dass ein Kursanstieg in der Folge stagnieren könnte. Im Falle einer roten Kerze bedeutet es in diesem Zusammenhang, dass ein Abwärtstrend anhält: Der Kurs ist in der gesamten Periode nicht bedeutend höher gestiegen als der Eröffnungskurs.
  • Kurzer Schatten: Bei einem kurzen Schatten ist es andersherum: Eine grüne Kerze mit einem kurzen Schatten bedeutet, dass der Kurs in der Periode wenig unter den Startwert gefallen ist. Dies deutet darauf hin, dass der Kurs weiter steigen könnte. Eine rote Kerze mit einem kurzen Schatten deutet darauf hin, dass ein bärischer Markt in der Folge abgeschwächt werden könnte.

Lange Kerzenschatten und -dochte treten in vielen Fällen am Ende von Trends, sogenannten Trendwenden auf. Sie signalisieren dann als Umkehrsignal eine Trendumkehr, bei der beispielsweise ein bullischer Trend in einen bärischen Trend wechselt. Wie oben erwähnt, spielen hier ebenfalls die Doji Candlesticks (Dojis) als Umkehrsignale eine entscheidende Rolle.

Welche Candlestick-Formationen gibt es?

In der Finanzwelt haben sich viele unterschiedliche bekannte Candlestick-Formationen gebildet. Diese haben sich seitdem als Zeugen vergangener Aktivitäten im Markt sowie als mehr oder weniger sichere Vorboten von zukünftigen Ereignissen etabliert. In allen Fällen gilt: Eine alleinige Formation bedeutet noch nicht viel, ausschlaggebend ist der Kontext, in dem die Formation beobachtet wird. Die bekanntesten und zuverlässigsten dieser Formationen sollen im folgenden Abschnitt näher erläutert werden.

Long Day Candlestick

Eine wichtige Formation für jeden Trader ist der Long Day Candlestick. Dieser besteht aus langen Einzelkerzen und in der Regel aus einem kurzen Docht und Schatten. Ist die Kerze grün, bedeutet der Long Day Candlestick üblicherweise, dass ein bestehender Trend anhält. Entsprechend bietet die Formation viele Informationen bezüglich einer möglichen zukünftigen Entwicklung des Kurses. Im Fall eines roten Long Day Candlesticks ist ebenfalls eine Fortsetzung und Verschärfung der Entwicklung zu erwarten. Hier deutet die Formation ebenfalls auf eine zukünftige Fortsetzung der bestehenden Kursrichtung hin.

Short Day Candlestick

Das Gegenstück dazu sind Short Day Candlesticks. Wie zuvor angedeutet, sind Einzelkerzen mit kurzen Kerzenkörpern bis hin zum Doji Candlestick (siehe oben), ein Umkehrsignal für einemögliche Trendumkehr.

Im Laufe der Zeitperiode hat sich der Kurs wenig verändert oder ist komplett stagniert. Aus dieser Position sind Entwicklungen in beide Richtungen möglich.

Marubozu Candlestick

Die Candlestick Charttechnik stammt ursprünglich aus Japan, entsprechend sind mit Doji, Marubozu und anderen Begriffen viele japanische Bezeichnungen üblich. Marubozu bedeutet soviel wie „rasierter Schädel” und steht für eine Kerze, der ein Docht oder Schatten fehlt. Manche Marubozu Candlesticks haben weder einen Docht noch einen Schatten. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der eventuell bestehende Docht oder Schatten nicht länger sein darf als der dazugehörige Kerzenkörper.

Diese Kerzen sind starke Indikatoren für anhaltende Trends. Die Abwesenheit der Linien bedeutet, dass die Eröffnungs- und Schlusskurse gleichzeitig der Höchst- und Tiefstkurs der Zeitperiode waren. Entsprechend ist zu erwarten, dass dies sich zumindest in der nächsten Zeitperiode fortsetzt.

Hinweis

Die Candlestick Charts werden teilweise Japanische Candlesticks genannt, da sie im 18. Jahrhundert in Japan entwickelt wurden. Durch den Analysten Steve Nison wurden sie in der westlichen Welt bekannt.

Star Candlestick

Zwei der wirkungsvollsten Candlestick Formationen sind die Star Formationen, genauer die Morning Star und dieEvening Star Formation. Diese besitzen jeweils eineTrefferquote von über 70 % und sind entsprechend beliebte Formationen bei konservativen Anlegern.

Die Star Candlesticks sind keine Einzelkerzen, sondern bestehen jeweils aus mehreren Kerzen und müssen im Laufe mehrerer Perioden bestätigt werden. Das bedeutet in der Praxis, dass nach einer Reihe bullischer oder bärischer Kerzen der Trend kippt und mehrere starke, entgegengesetzte Kerzen auftreten.

Die erste Voraussetzung für einen Morning Star ist ein bärischer Abwärtstrend. Nach der letzten roten Kerze, die die erste Kerze des Morning Stars darstellt, folgt eine Kurslücke nach unten. Der Kurs springt von seiner Schlussposition auf eine noch niedrigere Startposition in der nächsten Periode.

Die darauffolgende nächste, dritte Morning Star Kerze beginnt mit einer erneuten Kurslücke, diesmal ins Positive: Der Startpunkt liegt oberhalb des oberen Rands der vorausgehenden Kerze (gleichgültig ob bullisch oder bärisch). Die letzte der drei Kerzen zeigt am besten einen deutlichen Anstieg des Kurses. Eine Bestätigung des Morning Stars wird durch eine vierte Kerze sichergestellt, die mit einem erneuten Sprung den positiven Trend wiederholt.

Der Evening Star spiegelt dieses Prinzip mit einer Umkehr von einer bullischen zu einer bärischen Phase. Nach einer bullischen Aufwärtsbewegung folgt ein positiver Sprung zwischen zwei Perioden über die Schlussposition der vorangegangenen Kerze. Diese Periode schließt dann niedriger als sie gestartet ist. Anschließend macht die dritte Kerze einen erneuten Sprung nach unten. Die Bestätigung des Evening Stars erfolgt durch eine vierte Kerze, die dieses Prinzip der dritten Kerze wiederholt.

Anschließend wird die Länge ab derSpitze des untersten Schattens beziehungsweise obersten Dochts bis zum obersten Docht/untersten Schattens der Formation verdoppelt. Dies zeigt dann die Prognose eines voraussichtlichen Kursziels an, die mit einer über 70-prozentigen Trefferquote erreicht wird.

Rain Drop Candlestick

Eine neue Art der Darstellung von Candlestick Charts, die sich im Jahr 2020 einer großen Beliebtheit erfreut, ist die der Rain Drop Candlesticks. Diese weicht ab von der klassischen Darstellungsform von gerade Kerzen und stellt dieKerzenkörper in Tropfenform dar. Im Detail ist die Form jeder einzelnen Kerze davon abhängig, wie dietatsächliche Marktaktivität in der Zeitperiode ausfiel.

Das bedeutet, dass bei der Nutzung von Rain Drop Candlesticks exakt ersichtlich ist, in welcher Phase der Periode welche Entwicklungen anfielen. Dies gibt dem Anleger noch mehr Informationen und bietet gleichzeitig noch mehr Grundlagen für eine Analyse der Kursentwicklung.

Spinning Top Candlestick

Eine Voraussetzung bei den Marubozu Candlesticks ist, dass ein Schatten oder Docht nicht länger sein darf als der dazugehörige Kerzenkörper. Für Spinning Top Candlesticks gilt das Gegenteil. Hier muss zumindest einer der beiden Linien länger sein als der Körper der dazugehörigen Kerze. Gleichzeitig darf maximal ein Docht oder Schatten fehlen.

Hinweis

Spinning Top Candlesticks, deren Schatten oder Docht drei Mal die Länge des Körpers aufweist, werden High Wave Candlesticks genannt. Diese repräsentieren starke Schwankungen im Kurs bei geringer Start- und Endkursdifferenz. Dies kann als eine Gefährdung eines aktuellen Trends interpretiert werden.

Wie liest man Candlestick Charts richtig?

Candlestick Charts müssen richtig gelesen werden, damit basierend auf erkannten Formationen die richtigen Ableitungen getätigt werden. Währenddessen ist es von großer Bedeutung, die verschiedenen Arten von Kerzen, die im letzten Abschnitt beschrieben wurden, zielsicher voneinander trennen zu können.

Kerzenkörper, Dochte und Schatten interpretieren

Eine zentrale Rolle spielen die verschiedenen Komponenten der Kerzen. Die Größe des Kerzenkörpers stellt ausschließlich Informationen über die Variabilität des Kurses zwischen zwei Messpunkten dar. Sie gibt in diesem Zusammenhang keinerlei Hinweise über die tatsächliche Kursentwicklung oder -vitalität. Diese Information wird eher über den Docht und den Schatten transportiert, die den Höchst- und Tiefstkurs der Kursperiode repräsentieren. Diese bieten dem Analysten verschiedene Rückschlüsse.

Haupt-Rückschlüsse aus Candlestick Charts:

  • Candlesticks haben eine bestimmte Ablaufzeit, die variabel eingestellt werden können.
  • Sie enthalten viele Informationen für den Anleger, speziell bezüglich vergangener Marktgeschehnisse und Emotionen der Akteure.
  • Teilweise lassen sich zugleich Schlüsse auf potenzielle zukünftige Entwicklungen und Trendwenden erkennen.
  • Candlesticks müssen in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und Formationen gekannt und erkannt werden, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Wie wird die Länge einer Kerze im Candlestick Chart gemessen?

Um Candlestick Charts richtig lesen zu können, müssen die Längen von Einzelkerzen, zusammenhängenden Kerzen, Dochten und Schatten richtig gemessen werden. Dies erfolgt in einer dedizierten Software in der Regel übereigene Werkzeuge.

In diesem Zusammenhang sind keine spezifischen Längen in Zentimeter relevant, sondern die Längen im Verhältnis zu anderen Kerzenkörpern, Schatten und Dochten. Feste Werte existieren hier nicht. Eine Definition für eine lange oder kurze Kerze, einen langen oder kurzen Docht oder Schatten gibt es ebenfalls nicht. Stattdessen muss individuell geschaut werden, welche Komponente im Vergleich zu ihren Nachbarn eine besondere Länge aufweist.

Lineale oder andere Messgeräte geben darüber hinaus Informationen über die Veränderungen in Prozent ab. In Abhängigkeit des gewählten Assets sind ebenfalls Veränderungen in Maßeinheiten wie Punkte oder Pips möglich. Dies setzt die entsprechende Länge einer Kerze ins passende Verhältnis.

In vielen Fällen auftretende Candlestick-Muster kurz erklärt

Analog zu den verschiedenen Formationen von Candlesticks gibt es zugleich diverse Chartmuster einzelner Candlesticks, die oben teilweise ebenfalls kurz angesprochen wurden. Diese werden für die Candlestick-Analyse im Folgenden näher beschrieben. Sie bestehen aus unterschiedlichen Verhältnissen von Kerzenkörper zu Linien und haben unterschiedliche Möglichkeiten der Interpretation.

Hammer Candlestick („The Hammer”)

Der Hammer besteht aus einemkurzen Kerzenkörper ohne Docht und mit einemlangen Schatten. Dem Namen entsprechend ähnelt der Candlestick einem Hammer. Bei dem Kerzenmuster handelt es sich um ein schwaches Umkehrsignal, also einen Hinweis für eine Umkehr eines Trends ohne eine überdurchschnittliche Aussagekraft. Auslöser ist ein deutlicher Ausverkauf mit starkem Wertverlust, der im Laufe der Periode abgefangen wurde. Dem Hammer geht ein Abwärtstrend voraus und er markiert üblicherweise eine Bodenposition mit darauffolgendem Aufwärtspotenzial.

Fazit

Einem Hammer geht ausschließlich ein Abwärtstrend voraus. Das unterscheidet ihn vom Gehängten (siehe unten).

Sternschnuppe („The Shooting Star”)

Die Sternschnuppe oder der Shooting Star ähnelt optisch einemumgekehrten Hammer. Die Periode wird nach einem bullischen Aufwärtstrend geöffnet, steigt stark an und fällt dann zurück, um nah an der Startposition zu schließen. Die Diskrepanz zwischen dem Startwert und der Spitze des Kerzendochts muss zumindest der doppelten Länge des Kerzenkörpers entsprechen.

Ein Schatten darf existieren, allerdings ausschließlich in verhältnismäßig geringer Länge. Es handelt sich entsprechend um einen gescheiterten Aufwärtstrend, dem zur Bestätigung ein bärischer Abwärtstrend folgt.

Der Gehängte („The Hanging Man”)

Der Gehängte gleicht in seiner äußeren Erscheinung dem Hammer. Beide Kerzenmuster bestehen aus einem kleinen Kerzenkörper mit einem langen Schatten, der zumindest die doppelte Länge des Körpers hat. Im Unterschied zum Hammer geht dem Gehängten ein Aufwärtstrend voraus. Es handelt sich entsprechend um eine Umkehrposition in einem bullischen Trend. Die Bedeutung des Kerzenmusters steigt mit der Länge des Schattens.

Fazit

Dem Gehängten geht ausschließlich ein Aufwärtstrend voraus. Das unterscheidet ihn vom Hammer (siehe oben).

Durchstoßende Linie („The Piercing Line”)

Ein weiteres Kerzenmuster mit zwei Kerzen ist die durchstoßende Linie. Sie tritt ausschließlich in einem abwärtsgerichteten Markt auf und besteht aus einer roten Kerze, gefolgt von einer grünen Kerze. Diese zweite Kerze öffnet mit einem Sprung, der tiefer liegt als der Schließungspunkt der ersten Kerze, besser noch unter der Schattenspitze.

Anschließend steigt sie an und schließt oberhalb der halben Höhe der ersten Kerze. Die durchstoßende Linie wird bestätigt, indem auf die zweite Kerze eine weitere grüne Kerze folgt.

Fazit

Die durchstoßende Linie findet ausschließlich in einem abwärtsgerichteten Markt statt. Es folgt eine grüne Kerze auf eine rote Kerze. Das unterscheidet sie von der dunklen Wolke (siehe unten).

Bullische/Bärische Umschließungen („Bullish and Bearish Engulfing Candle”)

Bei einem anderen Muster, bestehend aus zwei Kerzen, muss die zweite Kerze insgesamt länger sein als die vorangegangene Kerze. Zugleich müssen Start- und Endpunkt der zweiten Kerze jenseits der Eröffnungskurse und Schlusskurse der ersten Kerze liegen.

Das bedeutet, dass die erste Kerze auf gleicher Höhe komplett in die zweite Kerze passt, einschließlich beider Dochte und Schatten. Im besten Fall umschließt alleinig der Kerzenkörper der zweiten Kerze die gesamte erste Kerze. Zumindest müssen beide Kerzenkörper an einer horizontalen Linie aneinandergrenzen.

Dunkle Wolke („The Dark Cloud Cover”)

Das letzte Muster, welches in diesem Artikel vorgestellt werden soll, ist die dunkle Wolke. Sie ist das genaueGegenstück zu der durchstoßenden Linie in einem aufwärtsgerichteten Markt.

Auf eine grüne Kerze folgt eine rote Kerze. Diese öffnet nach einem Sprung höher als die erste Kerze endete (oder im besten Fall höher als der Höchstkurs der ersten Kerze). Anschließend schließt der Kurs in dieser Periode unterhalb der halben Höhe der ersten Kerze. Die dunklen Wolken werden bestätigt, wenn auf die zweite Kerze eine weitere rote Kerze folgt.

Fazit

Die dunkle Wolke findet ausschließlich in einem aufwärtsgerichteten Markt statt. Es folgt eine rote Kerze auf eine grüne Kerze. Das unterscheidet sie von der durchstoßenen Linie (siehe oben).

Fazit zur Candlestick-Analyse

Insgesamt hat dieser Artikel gezeigt, dass es viele unterschiedliche Formationen gibt, die eine Analyse und Interpretation von Candlestick Charts informativ machen. Gleichzeitig wurde das zugrundeliegende Konzept der Candlestick Analyse erklärt und beschrieben, welche Informationen Anleger aus einer gründlichen Interpretation herauslesen können.

Zusammenfassend gibt das Chart speziell Einblick in die Emotionen und das Marktgeschehen während verschiedener Perioden. Darauf basierend können Rückschlüsse gezogen werden, die in der Folge zu Entscheidungen bezüglich der Zukunft führen können. Dies alles macht die Candlestick Charts zu einem bedeutsamen Werkzeug, dass seinem guten Ruf in großem Maße gerecht wird.

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